Einsatzabteilungen in Gudensberg trotzten dem Landestrend und wuchsen

Feuerwehr: 211 für die 112

Sie wurden befördert und geehrt: von links Roland Finster, Bürgermeister Frank Börner, Mario Stuss, Patrick Happel, Christian Sölzer, Andre Heß, Reinhard Bessel, Andreas Heyser, Markus Kastl, Holger Niehoff, Sebastian Hempel, stellvertretender Stadtbrandinspektor Dirk Schmidt und Stadtbrandinspektor Verdy Ryffel. Foto: nh

Gudensberg. 500 000 Euro – so viel würde es kosten, wenn Gudensberg keine freiwillige, sondern eine Berufsfeuerwehr hätte, und das beträfe nur die Personalkosten. Diese Zahl nannte Stadtbrandinspektor (SBI) Verdi Ryffel.

Im vergangenen Jahr entstanden für die Feuerwehren der Stadt und der Stadtteile Kosten in Höhe von 130 000 Euro, unter anderem für Aufwandsentschädigungen, Einsatzgeld, Schutzausstattung, Dienstanzüge, Fahrzeugunterhaltungen, aber auch Abschreibungen, sagte Ryffel in seinem Jahresbericht.

Gute Entwicklung

211 Männer und Frauen leisten in den Einsatzabteilungen der Gudensberger Feuerwehren Dienst, bilanzierte Ryffel. Sie stehen bereit, wenn der Notruf 112 gewählt wird. Dank der guten Jugendarbeit gebe es eine Entwicklung entgegen dem Landestrend. 107 Jungen und Mädchen sind in der Jugendfeuerwehr aktiv. Bei den Feuerlöwen, der jüngsten Abteilung, sind 20 Kinder dabei.

Die Alters- und Ehrenabteilung hat zurzeit 71 Mitglieder. 15 Jugendliche wechselten im vergangenen Jahr in die Einsatzabteilungen.

Auch in den Stadtteilen hat sich einiges getan. In Deute wurde ein Schulungsraum an an das Gerätehaus angebaut und in Dissen die Wäscherei zum Schulungsraum umgebaut. In beiden Fällen leisteten die Feuerwehrleute viel Eigenarbeit.

74 Einsätze stehen für das vergangene Jahr in der Statistik der Gudensberger. Im Schnitt waren pro Einsatz 25 Einsatzkräfte dabei. In fünf Fällen gab es Brände und Hilfeleistungen auf der Autobahn, berichtete Dirk Schmidt.

Herausforderung Digitalfunk

Zu den Herausforderungen der kommenden Jahre zähle vor allem die Einführung des Digitalfunks. Er wird für Gudensberg 150 000 Euro kosten. Für das kommende Jahr ist die Sanierung des Gerätehauses in Maden geplant. Der größte Brocken wird der komplette Neubau des Gudensberger Gerätehauses werden. Vor 2015 sei aber damit nicht zu rechnen, hieß es.

Bürgermeister Frank Börner lobte die gute Zusammenarbeit der Gudensberger Feuerwehren. Die über 200 Aktiven zögen an einem Strang, um anderen Menschen zu helfen. ARTIKEL UNTEN

Quelle: HNA

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