Feuerwehr Altmorschen feiert 90. Geburtstag

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Zeigen am Tag der offenen Tür auch Raritäten im Feuerwehrmuseum: von links Mirko Möhrke, Kevin Werner und Urs Wassermeier.

Altmorschen. Die Freiwillige Feuerwehr Altmorschen blickt in diesem Jahr auf eine bewegte 90-jährige Geschichte zurück. Am Samstag, 21. September, feiert sie das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.

Gegründet wurde die Wehr 1923. Drei Jahre später schaffte der Landkreis eine 400-Liter Motorspritze an, damals die einzige in der Umgebung. 1939 musste die Feuerwehr ihre Arbeit wegen des Krieges unterbrechen. Eine 71 Mann starke sogenannte Mob-Feuerwehr wurde aufgestellt. Zudem gab es während der Kriegsjahre eine Frauenfeuerwehr.

Eine weitere Etappe bildet die Gründung der Jugendfeuerwehr 1972 als eine der ersten im Kreisgebiet. Heute zählt sie etwa 30 Mitglieder. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern, sowohl für die Jugendfeuerwehr als auch für die Einsatzabteilung", wirbt Wehrführer Mirko Möhrke. Deshalb ist geplant, ab Anfang 2014 eine Gruppe für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ins Leben zu rufen. "Die Feuerdrachen" sollen dort spielerisch an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt werden (siehe Hintergrund).

Eine Besonderheit wurde 1987 eingerichtet: das Feuerwehrmuseum. Es entstand aus einer kleinen Sammlung von Helmen, Uniformen und weiteren Utensilien, die im Besitz des damaligen Ortsbrandmeisters Heinrich Hüchelheim waren. Bis heute ist eine beachtliche Sammlung zusammengekommen.

Die Helmsammlung ist mit etwa 200 Ausstellungsstücken eine der umfangreichsten bundesweit. Ein außergewöhnliches Stück ist auch die Uniform eines amerikanischen Feuerwehrmannes, die er bei seinem Einsatz am 11. September 2001 getragen hat. Der Mann hatte seinen Anzug nach einem Besuch des Museums nach Altmorschen geschickt. Einen großen Einsatz hatte die Feuerwehr im Jahr 2002 beim Elbe Hochwasser in Dessau-Waldersee. "Wir haben etwa eine Woche lang geholfen. Die Menschen dort waren sehr dankbar", erinnert sich Möhrke.

Ende 2010 zog die Feuerwehr in das neue Gerätehaus, 2011 wurde es offiziell eingeweiht. Die letzte größere Anschaffung war im vergangenen Jahr eine Wärmebildkamera. Sie sei gekauft worden, um Menschen bei starker Rauchgasentwicklung schneller finden zu können. "Das ist schon was Besonderes. Das hat nicht jede Feuerwehr", sagt Möhrke stolz.

Von Nicole Schippers

Quelle: HNA

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