Retter zeigten ihr Können

Feuerwehr Gilserberg feiert zehnjähriges Bestehen der Voraushelfer-Gruppe

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Spektakulär: Das Technische Hilfswerk aus Schwalmstadt hatte drei Rettungshunde dabei, mit der es Übungen auch in luftiger Höhe zeigte. 

Gilserberg. Ein spektakulärer Familiennachmittag war am Sonntag Höhepunkt des Fests anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Voraushelfer der Feuerwehr Gilserberger.

Rund um das Feuerwehrgerätehaus an der Bundesstraße 3 zeigten die Wehren des Gilserberger Hochlands, des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes sowie des Fördervereins der Luftrettungsstation „Christoph 7“ unter den Augen vieler Zuschauer mit zahlreichen Übungen ihr Können. Für die jüngsten Besucher gab es Aktionen zum Ausprobieren und Staunen.

440 Einsätze, darunter 30 Reanimationen, hatte laut Gemeindebrandinspektor Markus Böse die Medizinische Voraushelfergruppe der Feuerwehr Gilserberg in den zehn Jahren ihres Bestehens, der jüngste Einsatz am vergangenen Samstagabend. 14 Feuerwehrleute um Thomas Schlung (Moischeid) engagieren sich ehrenamtlich in der Gruppe, nach Angaben Böses die einzige im Kreis.

Die Voraushelfer zeigten, wie im Notfall eine Wiederbelebung mit Beatmung mit Defibrillator funktioniert: Annika Schleiter (von links), Thomas Gömpel und Thomas Schlung (Leiter der Voraushelfergruppe).

Nur das Deutsche Rote Kreuz, das auch bei dem Feuerwehrfest präsent war, leistet einen ähnlichen Dienst mit seinen kreisweiten Helfern vor Ort. Aufgabe der Voraushelfer (auch First Responder genannt) ist es, die Zeit durch Erste Hilfe zu überbrücken, bis der Rettungsdienst vor Ort ist. Elf der 14 Voraushelfer sind hierfür mit Defibrillators zur Reanimation ausgestattet.

Geplant ist die Anschaffung eines eigenen Einsatzfahrzeugs für die Gruppe, wofür die Feuerwehr noch um Spenden wirbt. Begonnen hatte das Festwochenende mit der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands am Freitag, am Samstag ging es weiter mit Kranzniederlegung sowie einer Feierstunde, bevor am Sonntag die Wettkämpfe anstanden.

Besonders die Jugendfeuerwehren überraschten mit guter Beteiligung (elf Mannschaften) und überdurchschnittlich guten Leistungen, so Gemeindejugendfeuerwehrwart Marius Böse. Neben den Jugendfeuerwehren aus dem Gilserberger Hochland - Sachsenhausen nahm mit gleich drei Mannschaften an dem Wettbewerb teil und sicherte sich auch die Plätze eins bis drei des Gemeindepokals - waren auch die Jugendfeuerwehren aus Röllshausen, Schrecksbach, Neustadt und Obergrenzebach zu den Wettkämpfen angereist.

Bei den Erwachsenen nahmen acht Einsatzruppen aus dem Gilserberger Hochland an den Wettkämpfen um den Gemeindepokal teil, als einzige Gastmannschaft war Obergrenzebach angereist.

Bei den punktgleichen Mannschaften aus Schönstein und Itzenhain/Appenhain entschied nach Angaben von stellvertretendem Gemeindebrandinspektor Oliver Neuwirth schließlich das Binden der Knoten die Platzierung.

Quelle: HNA

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