Hilfsfrist kann vielleicht nicht eingehalten werden

Feuerwehr steckt wegen Bauarbeiten oft im Stau in Melsungen

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Alltag für Autofahrer: Zu den Stoßzeiten sind die St.-Georg-Straße, Bahnhofstraße und die Nürnberger Straße in Melsungen überlastet.

Melsungen. Die Melsunger Feuerwehr schlägt Alarm: Wegen der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt könnte es vorkommen, dass die Hilfsfrist von zehn Minuten im Einsatzfall nicht eingehalten werden kann. 

Feuerwehrleute auf dem Weg zum Stützpunkt steckten regelmäßig in den Staus rund um den Löwe-Kreisel fest. Insbesondere zu den Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag gebe es kaum ein Durchkommen, berichtet Frank Ebert, Melsungens Stadtbrandinspektor auf Anfrage. Die Zufahrt über den Radweg hinter dem Delta-Markt sei ebenfalls oft nicht erreichbar. 

Ein Feuerwehrmann, der an der Grünen Straße wohnt, habe beispielsweise am Freitag von seiner Wohnung bis zum Stützpunkt 20 Minuten gebraucht. „Die Feuerwehrleute müssen mit ihren Privatautos zum Stützpunkt fahren, dort ziehen sie sich um und rücken mit den Einsatzfahrzeugen aus“, sagt Ebert. Auf dem Weg zum Stützpunkt stünde ihnen daher weder Blaulicht noch Martinshorn zur Verfügung.

Der Stadt sei das Problem bekannt, sagt Roland Schmidt, Ordnungsamtsleiter. Im Augenblick gebe es aber keine alternativen Verkehrsführungen. Diese würden sich aber je nach Bauabschnitt ändern. Der Ordnungsamtsleiter appelliert ebenfalls an die Autofahrer. So sollten unbedingt die ausgeschilderten Umleitungen eingehalten werden. Auch ein größerer Abstand zum Vordermann im Stau sei sinnvoll, um rangierfähig zu bleiben. Seitdem die Zufahrt zum Kesselberg nicht mehr möglich sei, gebe es deutlich weniger Umfahrungsverkehr in den Wohngebieten. Die Ordnungspolizei kontrolliere aber unter diesem Gesichtspunkt verstärkt den ruhenden Verkehr. 

Auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Melsungen sei von den Staus betroffen, sagt Ulrich Schneider, Geschäftsführer Rettungsdienst des DRK Schwalm-Eder. „Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Fall von höherer Gewalt“, sagt Schneider. In Einzelfällen könne es vorkommen, dass Hilfsfristen nicht eingehalten werden könnten. In Melsungen komme hinzu, dass das Krankenhaus quasi im Baustellenbereich liege. Dafür seien die Rettungskräfte auf der Wache stationiert und könnten nach der Alarmierung sofort ausrücken. Richtig problematisch werde es hingegen für die Rettungsdienste, wenn es Stau auf der A7 gebe und der Verkehr über den Schwalm-Eder-Kreis abfließt, sagt Schneider. Dann seien die Straßen schon mal verstopft. Es sei sehr gefährlich im Gegenverkehr zu fahren. Koordiniert werden die Einsätze von der Rettungsleitstelle. Dort sind alle größeren Baustellen und Umleitungen bekannt. „Die Leitstellen geben die schnellsten Routen an die Rettungskräfte weiter“, sagt Robert Pfalzgraf, stellvertretender Kreisbrandinspektor. Dort seien auch Ausweichrouten hinterlegt. „Wir sind derzeit dabei, ein System in den Einsatzfahrzeugen zu installieren, das die beste Route auf einem Navigationsgerät oder Tablet-Computer ausspielt“, sagt Pfalzgraf. Man befinde sich aber noch in einer frühen Planungsphase. Mit dem System würden aber vorwiegend Rettungsfahrzeuge ausgestattet, die regelmäßig auch überörtlich im Einsatz seien. 

Auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Melsungen sei von den Staus betroffen, sagt Ulrich Schneider, Geschäftsführer Rettungsdienst des DRK Schwalm-Eder.

„Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Fall von höherer Gewalt“, sagt Schneider. In Einzelfällen könne es vorkommen, dass Hilfsfristen nicht eingehalten werden könnten. In Melsungen komme hinzu, dass das Krankenhaus quasi im Baustellenbereich liege. Dafür seien die Rettungskräfte auf der Wache stationiert und könnten nach der Alarmierung sofort ausrücken.

Richtig problematisch werde es hingegen für die Rettungsdienste, wenn es Stau auf der A 7 gebe und der Verkehr über den Schwalm-Eder-Kreis abfließt, sagt Schneider. Dann seien die Straßen schon mal verstopft. Es sei sehr gefährlich im Gegenverkehr zu fahren. Koordiniert werden die Einsätze von der Rettungsleitstelle. Dort sind alle größeren Baustellen und Umleitungen bekannt. „Die Leitstellen geben die schnellsten Routen an die Rettungskräfte weiter“, sagt Robert Pfalzgraf, stellvertretender Kreisbrandinspektor. Dort seien auch Ausweichrouten hinterlegt.

„Wir sind derzeit dabei, ein System in den Einsatzfahrzeugen zu installieren, das die beste Route auf einem Navigationsgerät oder Tablet-Computer ausspielt“, sagt Pfalzgraf. Man befinde sich aber noch in einer frühen Planungsphase.

Mit dem System würden aber vorwiegend Rettungsfahrzeuge ausgestattet, die regelmäßig auch überörtlich im Einsatz seien.

Quelle: HNA

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