Mitgliederschwund in Ortsteilen

Feuerwehr verteilt Lösch-Kübel an Haushalte - und will damit wachrütteln

Für jeden einen: Die Fritzlarer Feuerwehren verteilte 2000 Haushalts-Löschkübel an die Bewohner der Fritzlarer Stadtteile.

Fritzlar. Die Feuerwehr in Fritzlar benötigt dringend neue Mitglieder. Diese Tatsache wurde während der jüngsten Tagung der Wehrführer und Jugendwarte deutlich. Aktuell stagnieren die Mitgliederzahlen der Feuerwehren, teilweise sinken sie sogar stark.

Ein Problem, mit dem aber nicht nur Fritzlar zu kämpfen hat. Durch den demografischen Wandel ist dieser Trend bundesweit zu erkennen.

Um die Einwohner wachzurütteln und zum Nachdenken anzuregen, wurden deshalb am Wochenende 2000 Haushalts-Löschkübel an die Haushalte von neun Ortsteilen der Stadt Fritzlar verteilt. "Den Leuten soll damit gezeigt werden, dass es uns nur um ihre Sicherheit geht", erklärte Jörg Mollowitz von der Feuerwehr Fritzlar.

Sicherheit bewusst machen

Die Löschkübel sollen zwar dazu dienen, einen Brand alleine zu bekämpfen beziehungsweise einzudämmen. Ohne eine funktionierende Feuerwehr würden diese Kübel aber nicht zur Brandbekämpfung ausreichen.

So müsse weiterhin jedem Anwohner bewusst sein, dass die eigene Sicherheit, egal ob bei einer Hilfeleistung, beispielsweise bei einem Unfall, oder beim Brandschutz von freiwilligen Helfern ehrenamtlich abgedeckt wird.

Derzeit seien noch genügend Mitglieder vorhanden, um bei einem Ernstfall schnellstmöglich am Einsatzort zu sein. Dies könnte sich aber in Zukunft ändern. "Damit wir jeden Ernstfall in maximal zehn Minuten erreichen können, braucht es neue Mitglieder", bekräftigte Mollowitz.

Um die Mitglieder-Problematik anzusprechen, finden am Wochenende an mehreren Orten Info-Veranstaltungen der Fritzlarer Feuerwehren statt. Zeit und Ort stehen im Flyer, der den Löschkübeln beiliegt. (khi)

Quelle: HNA

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