Tier hatte sich in Kunststoffschnüren verfangen

In Kunststoffschnüren verfangen: Feuerwehr rettete jungen Schwan

Melsungen. Einen jungen Schwan, der sich in Kunststoffschnüren verfangenen hatte, konnte die Freiwillige Feuerwehr Melsungen am Samstagabend befreien. Ein zweites Tier konnte nur noch tot geborgen werden.

Wie die Feuerwehr mitteilte, war drei jungen Leuten aus Kassel und Melsungen zwischen Zweipfennigbrücke und St.-Georgs-Brücke eine Schwanenfamilie auf der Fulda aufgefallen, die sehr aufgeregt wirkte. Es stellte sich laut Feuerwehr heraus, dass zwei der Jungschwäne in Kunststoffschnüren festhingen. Über Notruf verständigten die Jugendlichen die Polizei, die wiederum die Feuerwehr zur Hilfe holte.

Zwei mit Überlebensanzügen bekleidete Feuerwehrleute versuchten sich der Schwanenfamilie schwimmend zu nähern – ohne Erfolg. Auch der Versuch von Badegästen, die mit einem Tretboot auf der Fulda fuhren, die Schwäne ans Ufer oder zu den Feuerwehrleuten zu treiben, scheiterte. Erst als das Melsunger Feuerwehrboot eingesetzt wurde, konnten die beiden betroffenen Jungschwäne ans Ufer getrieben werden. Dort war es dann möglich, die beiden Tiere mit Scheren und Zangen zu befreien. Einer der beiden Schwäne war jedoch bereits tot. Laut Feuerwehr sei er vermutlich in den Kunststoffseilen, deren Herkunft nicht geklärt werden konnte, erstickt.

Das zweite Tier wurde von den Feuerwehrleuten ans Ufer getragen und vollständig von den dünnen Schnüren befreit. Da das Jungtier sehr geschwächt wirkte, ließen die Einsatzkräfte über die Rettungsleitstelle einen Vogelwart alarmieren, der sich um das entkräftete Tier kümmern sollte. Doch als die Feuerwehrleute den Schwan ins seichte Uferwasser tragen wollten, sprang er plötzlich auf, lief über die Uferwiesen und schwamm dann zu seiner Familie, die immer noch aufgeregt in Ufernähe auf- und abschwamm. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Melsungen konnten nach etwa einer Stunde wieder in den Stützpunkt zurückkehren.(zot)

Quelle: HNA

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