242 mal Alarm in 2017

Erneut mehr Einsätze für die Wolfhager Feuerwehr 

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Hatten 2017 alle Hände voll zu tun: Die Einsatzkräfte der Wolfhager Stützpunktwehr waren nicht nur im Stadtgebiet – hier beim Brand in der Hans-Staden-Straße – gefragt, sondern zur Unterstützung, vor allem mit der Drehleiter, auch im Umland.

Wolfhagen. Die Zahl der Einsätze für Freiwillige Feuerwehr Wolfhagen hat erneut zugenommen.

Hatte man im Jahr 2016 noch 216 Einsätze verzeichnet, so waren es zum Ende des vergangenen Jahres 242 Einsätze. "Die Tendenz ist: Es wird immer mehr", sagt Stadtbrandinspektor Frank Brunst zur Belastung seiner Truppe.

Die Art der Einsätze reichte vom Brandsicherheitsdienst bei größeren Veranstaltungen wie dem Kulturzeltfestival über Hilfeleistungen bei Gefährdungen durch Wespen, bis zu Verkehrsunfällen und Bränden. 66 Mal, so Brunst, war Feuer der Grund für die Alarmierung. Im Einsatz war dann die Kernstadtwehr nicht nur bei den großen Bränden im Wolfhager Stadtgebiet wie in der Hans-Staden-Straße, sondern auch im Umland: im Zuge der Brandserie in Balhorn und Sand ebenso wie beim Wohnhausbrand in Breuna. Aber auch in Schauenburg und in Dehringhausen bei Freienhagen waren die Wolfhager gefragt. Als sogenannte "Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben" sind die Kräfte der ehemaligen Kreisstadt zusätzlich mit Drehleiter, Großtanker und dem Gerätewagen Gefahrgut ausgestattet und werden bei Einsatzstichworten wie "Brand in Gebäude" oder "Menschenleben in Gefahr" auch in der Nachbarschaft mit Leiter und Tanker ohne Zeitverlust mit den örtlichen Wehren auf die Reise geschickt.

Weil die Wolfhager Wehr mit 69 Aktiven in der Kernstadt und 290 im gesamten Stadtgebiet personell gut aufgestellt ist, sieht Frank Brunst die steigende Zahl der Einsätze noch gelassen. Auch tagsüber habe man genügend Leute. Wichtig sei, dass die Arbeitgeber verständnisvoll bleiben, wenn ihre Mitarbeiter mal fehlen, weil sie im Einsatz für die Allgemeinheit sind.

In der Nacht ganz ohne Sorge

Nur einmal kam die Wolfhager Feuerwehr seit Aufzeichnung der Alarmierungen auf mehr Einsätze als im vergangenen Jahr, als die Kernstadtwehr 242 Mal an den Start musste. Das war 2015. Damals verzeichnete man 285 Alarmierungen. "Wir hatten in dem Jahr drei Mal extrem schlechtes Wetter", erinnert sich Stadtbrandinspektor Frank Brunst. Tage, die die Einsatzkräfte extrem forderten und sich entsprechend in der Statistik niederschlugen.

Von Wetterkapriolen blieb man weitestgehend im vergangenen Jahr verschont. Am häufigsten mussten die Feuerwehrleute der Kernstadt wegen Bränden ausrücken: 66 Mal wurden sie 2017 aus diesem Grund alarmiert. Allerdings sind dabei Kleinbrände, die beim Eintreffen der Wehr bereits erloschen waren, ebenso gelistet wie Großbrände, zu denen die Stützpunktwehr auch nach Bad Emstal, Schauenburg, Freienhagen und in den Reinhardswald fuhren. Brandmeldeanlagen in den beiden Wolfhager Altenheimen, vor allem aber in der Pommernanlage hielten die Einsatzkräfte gut 40 Mal auf Trab.

Einsätze ohne Dringlichkeit wie Ölspuren, die abzustreuen sind, werden am Tage inzwischen von den vier hauptamtlichen Wolfhager Feuerwehrleuten erledigt, die eigentlich für das Servicezentrum im Stützpunkt zuständig sind, sagt Sebastian Swoboda, einer der beiden stellvertretenden Stadtbrandinspektoren. 18 Mal kam das im vergangenen Jahr vor. Damit entlaste man die Ehrenamtlichen, die dann seltener einsatzbedingt am Arbeitsplatz fehlen.

Die Kernstadt-Wehr ist stärker gefordert als andere Einsatzabteilungen des Wolfhager Landes. Als Feuerwehr mit überörtlichen Aufgaben rückt sie bei Bränden in Gebäuden und wenn Menschen in Gefahr sind, immer zeitgleich mit den Einsatzkräften der betroffenen Nachbarkommune aus. Gefragt sind die Wolfhager auch zur Unterstützung der Feuerwehren aus Habichtswald und Breuna auf der Autobahn 44. Die Stützpunktwehr fährt auch grundsätzlich zu allen Einsätzen im Wolfhager Stadtgebiet, ganz gleich welcher Stadtteil betroffen ist.

Gemeinsame Einsätze

Wie in anderem Kommunen auch gibt es in Wolfhagen Tagesalarmgemeinschaften. Immer zwei Stadtteilwehren werden zusammen alarmiert, die Stützpunktwehr kommt dann dazu. Am problematischsten sind Alarmierungen in den Stadtteilen zwischen 13 und 15 Uhr, wenn in den Betrieben Früh- und Spätschicht wechseln. "Aber", sagt Vize Sebastian Swoboda, "es hat tagsüber bislang immer gereicht".

An normalen Tagen, ergänzt Frank Brunst, komme der Stützpunkt auf mindestens 15 Einsatzkräfte, "an guten Tagen auf bis zu 30 und in der Urlaubszeit und an Brückentagen sind es noch mehr". Und nachts? "Da haben wir gar keine Sorgen", sagt der Stadtbrandinspektor,"da kommen so viele runter zum Stützpunkt, dass wir sie nicht alle auf die Fahrzeuge kriegen". Dementsprechend sehe man sich derzeit personell gut gerüstet, sollten in den kommenden Jahren die Einsätze weiter zunehmen.

Quelle: HNA

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