Feuerwehren: Niedenstein stellt neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan auf

Niedenstein. Stadtbrandinspektor Andreas Schäfer nahm kein Blatt vor den Mund: Bei der Organisation der Niedensteiner Feuerwehren muss sich was tun, damit der Brandschutz in allen Stadtteilen weiterhin gesichert ist. „Wir müssen unsere Kräfte bündeln“, sagte er am Freitagabend vor den Stadtverordneten in Wichdorf.

Eine Zentralisierung der verschiedenen Wehren sei das Ziel, sagte er und berichtete, dass es in einem Stadtteil in diesem Jahr schon drei Mal vorgekommen sei, dass bei einem Notruf keiner aus der Feuerwehr-Einsatzabteilung da gewesen sei. Die Situation sei dringlich, betonte Schäfer, der zu dem Thema Rederecht erhielt, weil die Zukunft der Feuerwehren eines der Hauptthemen in der Parlamentssitzung war.

Zuvor standen die Bedarfs- und Entwicklungsplanung für die Freiwillige Feuerwehr Niedenstein auf der Tagesordnung, dazu neue Satzungen, über die die Stadtverordneten zu befinden hatten. Bürgermeister Werner Lange wies darauf hin, dass der Bedarfsplan alle fünf Jahre fortgeschrieben werden muss.

Führungskräfte der Feuerwehren aus Niedenstein und die Verwaltung trugen die Informationen und Daten dafür zusammen, um eine verlässliche Planungsgrundlage für die Entscheidungen der Kommunalpolitik zu schaffen. Man habe etliche Rechtsänderungen in die Planungen einfließen lassen müssen, berichtete der Bürgermeister. Doch in der Hauptsache gehe es darum, wie der Brandschutz in allen Stadtteilen auch tagsüber zu gewährleisten sei.

Engere Kooperation in der neuen Bedarfsplanung wird deshalb von einer größeren Kooperation der einzelnen Feuerwehren ausgegangen. Vor allem die Wehren aus Niedenstein und Wichdorf wollen enger zusammenarbeiten und einen Standort gemeinsam nutzen. Das Feuerwehrgerätehaus in Wichdorf genüge schon lange nicht mehr heutigen Ansprüchen, sagte Lange, dafür habe man ohnehin in absehbarer Zeit eine Lösung finden müssen. In der neuen Planung heißt es deshalb:

• der nördliche Teil Niedensteins wird in einen gemeinsamen Schutzbereich zusammengefasst,

• das Gebiet umfasst die Stadtteile Niedenstein, Ermetheis und Wichdorf,

• die Stadtteile Metze und Kirchberg bilden weiterhin jeweils einen eigenen Schutzbereich. Es sei erforderlich, gemeinsam zu handeln, sonst „bekommen wir Personalprobleme“, sagte ein Sprecher der FWG-Fraktion.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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