Zahl der weiblichen Einsatzkräfte nimmt seit Jahren stetig zu

Feuerwehrfrauen retten den Mitgliederbestand

Schwalm-Eder. Der Anteil von Frauen in den Einsatzabteilungen der Feuerwehren im Landkreis nimmt seit Jahren stetig zu. 13 Prozent der Mitglieder sind weiblich. Hessenweit beträgt die Quote acht Prozent, sagte Kreisbrandinspektor Werner Bähr auf unsere Anfrage.

Auf der Suche nach den Ursachen dämpft die Frauensprecherin im Landesfeuerwehrverband, Karin Plehnert, jede Euphorie: „Einen Eintrittsboom hat es nie gegeben.“ Vielmehr seien über viele Jahre kontinuierlich immer mehr Frauen zur Feuerwehr gekommen. „Sie werden jedes Jahr ein bisschen selbstverständlicher“, sagt sie. Von den 5414 Einsatzkräften sind 766 weiblich. Doch in den Führungspositionen spiegelt sich dieser hohe Anteil nicht wider, bemängelt die Sprecherin. „Wir versuchen alles, um Frauen in höhere Positionen zu bringen, doch bisher gibt es nur sehr wenige Wehrführerinnen“, sagt auch Kreisbrandinspektor Bähr.

Das stetig wachsende Interesse trage dazu bei, den Mitgliederschwund bei den männlichen Feuerwehrleuten ein wenig aufzufangen. In den Jahren 1999 bis 2009 verzeichnete die Rettungsorganisation im Landkreis 391 weniger aktive Männer. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Frauen um 204.

Doch nicht in allen Gemeinden gebe es Helferinnen. „Wenn eine Feuerwehr erst einmal eine bestimmte Anzahl von weiblichen Mitgliedern hat, dann ist das ein richtiger Selbstläufer“, sagt Landessprecherin Plehnert.

Für die kontinuierlich wachsende Zahl der Feuerwehrfrauen hat Karin Plehnert zwei Erklärungen: Zum einen liege es daran, dass viele Mädchen in die Jugendorganisationen drängen. „Hessenweit liegt ihr Anteil im Durchschnitt bei 30 Prozent.“ Zum anderen würden viele junge Frauen als Quereinsteigerinnen von ihren Partnern mitgebracht.

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Von Diana Rissmann

Quelle: HNA

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