Frühlingsmesse mit buntem Programm – Neues Lichtkonzept für Stahlplastik

Feuerwerk am Kreisel

Guxhagen. Immer neue Künstler betraten am Wochenende die Bühnen vor und im Guxhagener Bürgersaal. Sie boten den Besuchern bei der Frühlingsmesse der Interessengemeinschaft Guxhagener Gewerbetreibender Live-Musik, Tanz und vieles mehr. Betriebe machten auf ihre Produkte und Dienstleistungen aufmerksam. Höhepunkt war für viele der Besucher ein riesiges Feuerwerk am Samstagabend.

Mit den Lichteffekten machte die Gemeinde Guxhagen auf ein neues Farbspiel auf dem Kreisel am Ortsausgang in Richtung Dörnhagen aufmerksam: Dort taucht elektrisches Licht künftig die Stahlplastik des Guxhagener Künstlers Michael Possinger in verschiedene Farbtöne.

Das Konzept dafür entwickelte Michael Possinger zusammen mit Jan Kulle aus Ellenberg. Das Licht in mehreren Farbabstufungen schaffe bei Nacht eine komplett neue Anmutung der Stahlplastik, urteilt der Künstler.

„Das Ganze hat eine unheimliche Lebendigkeit.“

Zu den Farben gehören Rot- und Blau-Töne. Sie wechseln nachts bis 24 Uhr in einem geschmeidigen Rhythmus auf eine atmende und pulsierende Weise. „Das Ganze hat eine unheimliche Lebendigkeit“, sagt Michael Possinger.

Wincheringer Platz

Vor dem Feuerwerk nahm die Gemeinde gegenüber vom Kreisel auch den neuen Wincheringer Platz in Betrieb. Er besteht aus zwei Bänken, einer kleinen gepflasterten Fläche, zwei Bäumen und einer Erinnerunstafel an die Jahre 1939 und 1940. Damals mussten die Einwohner in Wincheringen ihren Ort im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg aufgrund von Kriegsvorbereitungen verlassen. In Guxhagen und seinen umliegenden Dörfern fanden sie Unterkunft, bis sie im Sommer 1940 wieder zurückkehren konnten. Die dabei entstandenen privaten Kontakte reichen bis in unsere Zeit, heißt es auf einer Erinnerungstafel auf dem Platz.

Für den Platz haben sich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde maßgeblich die Feuerwehr und der Heimat- und Verschönerungsverein eingesetzt, deren Mitglieder regelmäßig Freunde in Wincheringen besuchen und in Guxhagen empfangen, berichtete Karl Bischoff vom Heimatverein. Seit dem Wochenende stehen die Guxhagener dabei ihren Freunden in nichts mehr nach. Denn auch Wincheringen erinnert an die Ereignisse von 1939 und 1940: mit einer Guxhagener Straße. (lgr)

Quelle: HNA

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