Fotos gesucht: Eine Dokumentation soll den Blick auf die marode Stahlbrücke richten

Fibel für das Denkmal

Trügerische Idylle: Die Stahlbrücke über die Schwalm am Schloss Loshausen ist marode, eine Intitiative sucht Förderer für die Sanierung. Zunächst soll eine Dokumentation enstehen. Foto: privat/nh

Loshausen. Loshausen, das sind zum einen Trachten, Mundart, Traditionen. Und nicht nur die Störche haben eine besondere Vorliebe für das Dorf im Herzen der Schwalm. Die Denkmalpflege bescheinigt dem Ort ein einzigartiges Bauwerk im Landkreis: die Stahlbrücke über die Schwalm am Schloss Loshausen, die derzeit verrostet und ohne Planken ein ziemlich kümmerliches Dasein pflegt. Mit einer Dokumentation will die Intitiative, die sich für den Erhalt der Brücke stark macht, nun auf dieses besondere Bauwerk aufmerksam machen.

Nachdem erste Pläne und Kostenvoranschläge bereits erstellt wurden, wollen die Intitiatoren das Projekt nun auf besondere Art mit Leben füllen: Die Menschen in der Schwalm, insbesondere die Loshäuser, sind aufgerufen, alte Fotos, vielleicht auch Anekdoten und Geschichten, die sich um das Bauwerk ranken, zur Verfügung zu stellen, erklärt Michael Neuner von der im Schloss ansässigen Well-Being Stiftung. Entstehen soll auf diese Art ein ein kleines Taschenbuch, „eine Brückenfibel, die das marode Stahlkonstrukt mit Leben füllt“.

Mit der Brückenfibel solle drauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich bei dem Denkmal um etwas handelt, dass nicht nur in bautechnischer und architektonischer Hinsicht etwas Besonderes darstelle, vielmehr handele essich um einen Teil Schwälmer Geschichte, erklärt Neuner.

Für den Druck der kleinen Dokumentation habe sich bereits ein Sponsor gefunden, mit der Brückenfibel wollen die Intitiatoren weitere Förderer für das Sanierungsprojekt finden.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare