Bilder von Tasso Minkner und Klaus-Dieter Gehring im Regionalmuseum

Filigran und großflächig

Zwei Künstler, eine Ausstellung: Tasso Minkner ( links) und Klaus-Dieter Gehring (hinten links), hier Renate la Croix präsentieren gemeinsam ihre Werke im Regionalmuseum im Rahmen einer Sonderausstellung. Foto:  Michl

Wolfhagen. Unterschiedlicher in der Wahrnehmung des Betrachters kann das künstlerisch Werk von Tasso Minkner und Klaus-Dieter Gehring nicht sein, das jetzt in einer gemeinsamen Sonderausstellung gezeigt wird. 70 Gäste kamen zur Vernissage ins Regionalmuseum – noch bis zum 29. April sind die Werke zu sehen. Zum einen die filigranen Bilder des 71-jährigen pensionierten Lehrers Minkner: Er ist eine feste Größe in der regionalen Kunstszene und hatte zuletzt im Jahr 2008 Bilder unter dem Thema Werden und Vergehen im Regionalmuseum ausgestellt.

Gegensätze und Parallelen

Im Gegensatz zu Minkners Werken stehen die überwiegend großflächigen Exponate des in Würzburg geborenen 17 Jahre jüngeren HNA-Mitarbeiters Klaus-Dieter Gehring. Er blieb nach seinem Studium der Visuellen Kommunikation in Kassel und fand dort eine neue Heimat.

Und doch gibt es in dieser außerordentlichen und beeindruckenden Sonderausstellung der Gegensätze, so Laudator Wolfgang Haase, viele gemeinsame Parallelen. Einmal leben beide Künstler im Naumburger Stadtteil Altenstädt. Zudem ist der Fundus ihrer künstlerischen Inspirationen und Interpretationen im breit gefächerten Spannungsbogen Kunst und Natur, Idee und Technik begründet.

Und dabei kommen sich Minkner und Gehring mit ihren vordergründig unterschiedlichen Werken inhaltlich doch sehr nahe. Sie zeigen nämlich in ihrer eigenen künstlerischen Auslegung Menschen und Objekte in ihrer Verletzlichkeit und morbiden Vergänglichkeit.

Eigentlich, so Laudator Wolfgang Haase, ist die Doppel- eine Dreifach-Ausstellung. Denn Tasso Minkner, der vor einigen Jahren seine Liebe zum Experimentieren entdeckte - „meine Arbeiten haben ästhetische Zielsetzung und einen philosophischen Hintergrund“ - benutzte diesmal nicht Leinwand, sondern von der Wiener Künstlerin Waltraud Käberich handgemachtes marmoriertes Papier.

Klaus-Dieter Gehring wiederum beeindruckt neben seinem Schiffwrackzyklus vor allem mit Collagen von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen.

Facettenreich hat er dabei Bilder nach Bildern in einem Porträt vereinigt. In den Acrylobjekten, wo er die Farbe mit Sand und Asche mischte, beschreitet er seinen Weg des Themas Kunst und Natur, Idee und Technik.

Öffnungszeiten: Die Sonderausstellung ist noch bis zum 29. April im Regionalmuseum Wolfhagen zu sehen. Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 13 sowie 14 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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