Filmteam aus Korea drehte Doku über  Nutzung erneuerbarer Energien

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Filmdreh in Körle: von links Journalist Won-il Song, Bürgermeister Mario Gerhold, Kameramann Heungju Hang und Übersetzer Jinseok Lee.

Körle. In Sachen Energiewende ist Körle Vorbild. Das finden jedenfalls der Journalist Won-il Song und sein Kameramann Heungju Hang aus Südkorea. Für den koreanischen Fernsehsender MBC drehen sie einen Film über die Energiewende in Deutschland und haben sich dazu auch in Körle umgesehen.

Begleitet wurden sie von dem Übersetzer Jinseok Lee.

Körle wird im Film als beispielhaft für die Nutzung erneuerbarer Energien auf lokaler Ebene dargestellt: So werden etwa die Windräder am Körler Berg gezeigt. Bürgermeister Mario Gerhold berichtete den Gästen auch von der Photovoltaik-Anlage auf der Berglandhalle und dem Nahwärmenetz.

"Körle könnte ein Vorbild für die Umsetzung der Energiewende in Korea sein", übersetzte Jinseok Lee die Worte des Journalisten Won-il Song. Südkorea muss derzeit rund 97 Prozent seines Energiebedarfs über Importe decken. Deshalb setzt die Regierung nun auf den Ausbau der Windenergie.

Wie die Südkoreaner ausgerechnet auf Körle gekommen sind? "Die Gemeinde wurde in einem Zeitungsartikel zum Thema erneuerbare Energien vorgestellt", erklärte Übersetzer Lee. Fünf Tage lang waren Song und Hang, die auf der Insel Jeju-do leben, in Deutschland unterwegs. Neben Körle hat das Filmteam auch den Windpark in Dardesheim im Harz besucht.

Die einstündige Dokumentation soll am 14. September im südkoreanischen Fernsehen ausgestrahlt werden. In Deutschland wird man den Film wohl nicht sehen können. "Aber wir werden eine DVD mit dem fertigen Film nach Körle schicken", versprachen die Südkoreaner.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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