Bürgermeister spricht von schwierigen Jahren

Finanzlage weiter sehr angespannt

Schrecksbach. „Die Gemeinde Schrecksbach befindet sich wie in den Vorjahren in einer sehr angespannten Finanzlage“, erklärt Bürgermeister Andreas Schultheis in seinem Haushaltsbericht anlääslich der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Schrecksbach. Der Haushalt schließt im Ergebnis mit einem Betrag von 4,24 Mio Euro auf der Ertragsseite und mit Aufwendungen in Höhe von 4,83 Mio Euro, so dass sich ein Defizit in Höhe von knapp 600 000 Euro ergibt.

„Die Gemeinde steht vor schwierigen Herausforderungen vor allem im Rest des Jahres 2012 und des gesamten Jahres 2013, die es zu bewältigen gilt“, betont Schultheis in seinem Bericht.

Die wichtigsten Eckdaten:

Die Gebühreneinnahmen reduzieren sich im Haushalt 2012 auf 858 370 Euro (2011: 895 000 Euro), Steuereinnahmen erhöhen sich auf 1,51 Mio Euro (2011: 1,36 Mio Euro) und die Zuweisungen erhöhen sich auf 1,19 Mio Euro (2011: 1,04 Mio Euro).

Steigende Personalkosten

Den Einnahmen stehen folgende Ausgaben gegenüber: Die Personalkosten steigen auf 1,22 Mio Euro (2011: 1,19 Mio Euro); Die Kreis-, Schul- und Gewerbesteuerumlage steigt auf 1,50 Mio Euro (2011: 1,34 Mio Euro); die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen steigen auf 839 000 Euro (2011: 806 000 Euro) und die Zinsbelastung steigt auf 510 000 Euro (491 000 Euro).

Die Ein- und Auszahlungen im Finanzhaushalt aus laufender Verwaltungstätigkeit betragen 347 000 Euro.

Die Einzahlungen aus Investitionszuweisungen und Zuschüssen sowie aus Investitionsbeiträgen belaufen sich auf 538 000 Euro und die Auszahlungen für Investitionen betragen 1,38 Mio Euro.

Nur Geld für das Dringendste

Wegen den Investitionen steigt auch die Zinsbelastung der Gemeinde. Die Gemeinde muss laut dem Bürgermeister im Abwasserbereich weiter investieren.

Im Haushaltsentwurf für 2012 sind dafür 600 000 Euro eingeplant, für 2013 eine Verpflichtungsermächtigung in gleicher Höhe.

Dem steht eine Erhöhung des Wassergeldes und der Abwassergebühr in Höhe von 0,33 Euro je Kubikmeter Wasser und 0,41 Euro je Kubikmeter Abwasser gegenüber.

Negatives Ergebnis

Für Investitionen werde nur Geld für die dringendsten Projekte eingestellt, im wesentlichen für Schäden im Abwasserbereich, erklärt Schultheis.

Der Haushaltsplan schließt mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 596 905 Euro ab (2011: 494 980 Euro). Das bedeutet eine Verschlechterung von 100 000 Euro im operativen Tätigkeitsfeld der Gemeinde. (alx)

Quelle: HNA

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