Inge Pröve gibt Tipps

Worauf man beim Lampenkauf achten sollte

Felsberg. Watt, Lumen, Kelvin – worauf kommt es beim Leuchtmittelkauf wirklich an? Welcher Wert was aussagt und wie man auch mit Energiesparlampen ein gemütliches Licht hinbekommt, das zeigt und erklärt die Felsberger Expertin Inge Pröve.

Sie ist Elektromeisterin und Energieberaterin der Jugendwerkstatt Felsberg, bei einem Vortrag zum Thema „Energie sparen im Haushalt“ am Dienstag, 29. Januar, ab 19 Uhr in der Jugendwerkstatt Felsberg.

Außerdem wird sie über Energielabels informieren. „A ist nicht gleich A“, sagt Pröve. Es gebe noch weitere Faktoren, die man beim Kauf von Elektrogeräten beachten müsse, um am Ende wirklich Strom zu sparen. Vorab hat die Elektromeisterin einige Fragen zum Leuchtmittelkauf beantwortet.

Welche Informationen müssen denn überhaupt auf einer Leuchtmittelverpackung stehen?

Ab 1. September 2013 gilt eine neue EU-Verordnung, dann müssen auf allen Verpackungen die gleichen Werte angegeben sein. Zum Beispiel über Leuchtkraft, Verbrauch und Lichtfarbe. Doch bereits jetzt stehen auf vielen Verpackungen diese Informationen.

Warmes gemütliches Licht –geht das auch mit Energiesparlampen?

Ja, wenn man die richtige Energiesparlampe kauft, ist das kein Problem. Allerdings muss man wissen, welche Werte entscheidend sind. Zum Beispiel dass der Wert K (K für Kelvin) die Farbtemperatur des Lichtes angibt.

Gibt es eine Orientierungshilfe, ab welchem Wert Licht eine warme Farbe hat?

Bei herkömmlichen Glühbirnen liegt der Wert bei 2700 Kelvin. Je höher der Wert ist, desto weißer und kälter wird das Licht. Liegt der Wert unter 2700 Kelvin, wird das Licht gelber.

Energiesparlampen brauchen oft sehr lange bis sie ihre volle Leuchtkraft entfalten, muss das so sein?

Nein, denn in der Regel steht auf der Verpackung, wie lange die Lampe braucht bis sie die volle Helligkeit erreicht. Zum Beispiel 0,5 sec = 100% oder 10 bis 80 sec = 60%.

Oft steht auf den Lampenverpackungen zum Beispiel die aktuelle Wattzahl mit einem Verweis darauf, wie viel Watt das bei einer herkömmlichen Glühlampe ausmacht. Wozu ist das gut?

Eigentlich sagt die Wattzahl nichts über die Leuchtkraft aus. Dafür steht der Wert Lumen (abgekürzt lm). Da aber kaum jemand etwas mit Lumen anfangen kann, die meisten aber eine Vorstellung davon haben, wie hell zum Beispiel eine 40- Watt-Glühbirne leuchtet, wird dieser Wert zur Orientierung angegeben.

Energiesparlampen sind ja unter anderem wegen ihres Quecksilbergehaltes nicht sehr beliebt. Lohnt sich die Umstellung auf LED-Technik?

Welche darf es sein: Elektromeisterin Inge Pröve zeigt die verschiedenen Leuchtmittel. Links eine herkömmliche Glühlampe, in der Mitte ein LED-Strahler und rechts eine Energiesparleuchte. Foto: Kamisli

Ja, aber gute LED-Lampen sind noch sehr teuer. Man sollte überlegen, wo sich eine Umstellung wirklich lohnt. Geht man davon aus, dass eine Lampe an 365 Tagen im Jahr täglich vier Stunden brennt, belaufen sich die Stromkosten für eine 40-Watt-Glühbirne auf 15,80 Euro, für eine LED-Lampe auf 1,77 Euro. Für eine Kellerlampe, die nur selten benutzt wird, lohnt sich es sich also eher nicht. Im Wohnzimmer kann man damit aber richtig Geld sparen.

• Mehr Informationen, praktische Beispiele zum Thema Licht sowie Informationen zu Energielables gibt es beim Vortrag von Inge Pröve am Dienstag, 29. Januar, 19 Uhr, Jugendwerkstatt Felsberg, Sälzerweg 3a. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Der Eintritt ist frei.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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