Hygienemittel aus Beiseförth für die ganze Welt

Im Hochregallager: Geschäftsführer Jens Schumacher geht davon aus, dass sein Unternehmen weiter wächst. Foto: Vorrath

Beiseförth. Multiresistente Keime, mutierende Viren, SARS, EHEC und Bakterien sind ihre Gegner. Die Forscher der Firma Schumacher wollen bei der Weiterentwicklung ihrer Rezepte auf dem neusten Stand bleiben.

Zwölf von ihnen arbeiten im Labor des Produzenten für Hygiene- und Desinfektionsmittel mit Sitz in Beiseförth. Der Konzern ist in 50 Ländern vertreten und beliefert Krankenhäuser und Einzelhandelsketten mit Hygieneartikeln. 200 der 700 Mitarbeiter des Konzerns sind in Beiseförth beschäftigt. Der Rest verteilt sich auf Produktionsstandorte in ganz Europa. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 35-jähriges Bestehen.

„Unser erster Schwerpunkt war das Zahnarztgeschäft“, sagt Geschäftsführer Jens Schumacher. Gemeinsam mit seinem Bruder Dierk Schumacher leitet er den Konzern mit seinen Bereichen Hygiene und Desinfektion sowie Konsumprodukte. Der Umsatz im Jahr 2012 betrug 73 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote ist mit über 50 Prozent ausgezeichnet.

Heute ist die Firma Schumacher einer der Marktführer bei der Belieferung niedergelassener Ärzte mit Hygieneprodukten. Sie beliefert aber auch Drogerien und Supermarktketten mit Konsumprodukten, wie Feuchttüchern.

Am Standort Beiseförth ist nicht nur die Forschung und Entwicklung des Unternehmens angesiedelt. „Wir haben dort neun weitere Abteilungen“, erklärt Schumacher. Unter anderem sind in Beiseförth auch der Vertrieb, die Logistik und die Produktion angesiedelt. Für diese Bereiche bildet die Firma Schumacher seit 16 Jahren junge Frauen und Männer in Berufen wie Industriekaufmann, Kaufmann für Bürokommunikation und Fachkraft für Lagerlogistik aus. Derzeit sind sieben Auszubildende und zwei Praktikanten in dem Unternehmen beschäftigt.

Mehr Arbeitsplätze entstehen

Die Mitarbeiter am Standort kommen zum Großteil aus der unmittelbaren Umgebung. „In der Region finden wir gut qualifizierte Mitarbeiter.“ Fachkräfte für Forschung und Entwicklung rekrutiert das Unternehmen aber auch bundesweit.

„In den kommenden Jahren wird das Unternehmen weiter wachsen“, sagt Schumacher. In Beiseförth würden weitere Arbeitsplätze und Produktionsanlagen entstehen.

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Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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