Firmen gegen Reform der Rundfunkgebühren: Erhebliche Mehrbelastung ab 2013

Wolfhager Land. Die geplante Reform der Rundfunk-Finanzierung bedeutet für viele Betriebe erhebliche Mehrkosten. Johannes Schwarz, stellvertretender Kreishandwerksmeister, warnt vor zusätzlichen Belastungen für Betriebe, besonders für die Kraftfahrzeug-Branche.

Viele Unternehmen müssen künftig mehr zahlen, da sie unabhängig vom Rundfunkkonsum zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks herangezogen werden. Die neue Berechnung der Gebührenordnung wird sich nach der Zahl der Beschäftigten, der Filialen und Fahrzeuge richten, wobei die Zahl der Computer, Radios oder Fernsehgeräte keine Rolle spielt.

„Einige werden deutlich schlechter gestellt“, beklagt Schwarz die Gebührenordnung, die 2013 in Kraft treten soll. Von der Änderung werden alle Haushalte und Betriebsstätten betroffen sein.

Unternehmen, die auf viele Fahrzeuge angewiesen sind, müssen laut Schwarz künftig deutlich mehr zahlen. Vor allem in der Kraftfahrzeug-Branche und in Betrieben mit Kundendienstwagen werde sich dies bemerkbar machen. Für seinen eigenen Holzbaubetrieb mit acht Mitarbeitern und fünf Fahrzeugen hat Schwarz errechnet, dass die Kosten von derzeit 345,60 auf 503,40 Euro pro Jahr steigen werden. Bei Hotelbetrieben soll die Höhe der Gebühr anhand der Zahl der Betten ermittelt werden soll. Daher rechnet Dieter Lehmann von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel für Hotelbetriebe mit besonders starker Mehrbelastung. Auch teilzeit-intensive Betriebe und Spediteure werden deutlich mehr zahlen müssen.

Nach dem Rundfunk-Änderungsstaatsvertrag werden Betriebe mit zahlreichen Filialen und Betriebsstätten deutlich schlechter gestellt als bisher, beklagt die IHK. „Es wird geschätzt, dass sich die Belastung nach der angestrebten Regelung nahezu verdoppeln wird“, sagt Lehmann.

Quelle: HNA

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