Dammverstärkung bei Treysa: 24 000 Kubikmeter Bodenmaterial werden eingebaut

Fläche bremst die Wellen

Arbeiten auf 700 Metern Länge: Zwischen dem Absperrbauwerk und dem Hagebaumarkt wird der Damm in den kommenden Wochen verdichtet. Peter Kugler (rechts) vom Wasserverband informierte sich bei Mario Watemann über den Stand der Arbeiten. Fotos:  Rose

Treysa. In den kommenden Wochen wird der Damm bei Treysa verstärkt: Derzeit laufen die Bauarbeiten im Bereich des Absperrbauwerks in Richtung Hagebaumarkt. Für die Verstärkung wird Erde vom Tunnelaushub verwendet. Täglich pendeln Lastwagen mit Bodenmaterial zwischen der Baustelle bei Frankenhain und dem Treysaer Damm. „Mit dem Tunnelbau bekamen wir die Chance, vergleichsweise günstig an geeignetes Dammschüttmaterial zu kommen“, sagt Peter Kugler vom Wasserverband Schwalm. Das Land fördere die Verstärkung mit 85 Prozent. Die geschätzten Kosten liegen bei 280 000 Euro.

Die Arbeiten werden über eine Länge von 700 Metern verlaufen. Hierbei werde der Damm abgeflacht, erläutert Kugler. Das Becken sei in den vergangenen 100 Jahren schon vier Mal randvoll gewesen. Probleme habe es dabei überwiegend mit dem starken Wellenschlag gegeben. Er beschädigte Teile des Dammes. Die Abflachung und das Aufbringen des Materials habe gleich zwei positive Effekte. Zum einen löse sich das Wellenauflaufproblem. „Die Wellen laufen sich quasi tot.“ Zum anderen eigne sich das tonige Material aus Frankenhain sehr gut, weil es zusätzlich abdichte.

Derzeit wird der Oberboden an der Böschung abgeschoben. Dann folgt der Einbau von 24 000 Kubikmetern Bodenmaterial. Dazu werden die Erdschichten verzahnt und anschließend mit einer Walze verdichtet. „Der Dammfuß wird somit etwa zehn Meter breiter“, erläutert Kugler. „Aber aufgrund der riesigen Beckengröße von acht Millionen Kubik ist der durch die Abflachung verloren gehende Stauraum verschwindend gering – gerade einmal drei Promille. Im Vergleich zur Dammsicherheit ist das verschmerzen.“ Durch den hohen Tonanteils des Schüttmaterials werde die neue Dammböschung noch deutlich wasserundurchlässiger.

Gesperrt wird der Damm während der Bauarbeiten nicht. „Wohl aber ist mit Baufahrzeugen zu rechnen“, sagt Kugler. Ende des Sommers soll alles fertig sein.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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