Flexibilität im Kindergarten - Neue Gebühren und neue Strukturen im Lummerland

Neuental. Öffnungszeiten, Betreuungsgebühren und die Wahl von Betreuungsstunden ändern sich zum 1. September für den Neuentaler Kindergarten Lummerland. Einstimmig beschlossen die Gemeindevetreter Neuentals während ihrer Sitzung in Bischhausen eine Änderung der Kindergarten-Satzung. Die Folge: Für die meistern Eltern verringern sich dadurch die Kosten.

Hintergrund der Neuordnung sind die Vorgaben des Kinderförderungsgesetzes (KiFöG). Damit wird den Eltern die Möglichkeit eröffnet, Betreuungszeiten flexibel zu nutzen. Zugleich wird der Kindergarten mehr Kinder, nämlich maximal 112 und zehn bis zwölf im Hort, aufnehmen können. Der Vorteil für die Gemeinde liegt laut Bürgermeister Kai Knöpper darin, Personalkosten zu sparen. Nach ersten Berechnung lägen sie bei 32 000 Euro. Im Gegenzug fehlten 15 000 Euro auf der Einnahmenseite.

Neu an der Regelung der Betreuungszeiten ist die Unterteilung in Kernzeiten und Zukaufsstunden. Demnach werden für unter Dreijährigen in der Zeit von 8 bis 12 Uhr 120 Euro im Monat fällig. Für Kinder zwischen drei und sechs Jahren sind es in der Kernzeit 100 Euro. Für zehn Euro können Eltern in beiden Fällen Betreuungszeiten an einzelne Wochentage dazu kaufen, die allerdings für mindesten einen vollen Monat gebucht werden müssen.

Teurer wird die Betreuung von Kindern von sechs bis zwölf Jahren. Statt bisher 50 müssen nun 100 Euro bezahlt werden. Und auch für Kinder unter drei Jahren werden für die Ganztagsbetreuung künftig 180 statt 160 Euro fällig.

Auf Zustimmung durch alle Fraktionen stieß die Neuordnung der Kindegartengebühren. Vor allem die Verbindung des Nachmittagsangebotes mit der Betreuung von Schulkindern fand Widerhall. Sorge bereitete dagegen den Mandatsträgern, dass die Kosten nur zu 20 Prozent über Gebühren gedeckt sind. (ras)

Quelle: HNA

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