Flüchtlingsunterkunft: Ev. Gemeindezentrum und alte Fabrik werden geprüft

Das Küsterhaus (links) steht leer, das Gemeindezentrum demnächst auch: Die evangelische Kirchengemeinde gibt die Gebäude ab 15. Januar an die Stadt ab, der sie bereits gehören. Jetzt wird geprüft, inwieweit dort Flüchtlinge untergebracht werden können. Foto: ula

Gudensberg. Die Stadt Gudensberg ist permanent auf der Suche nach Wohnungen und Gebäuden, die man für Flüchtlinge zur Verfügung stellen kann. Auch das Bürogebäude soll genutzt werden.

Wie Bürgermeister Frank Börner den Stadtverordneten am Donnerstag mitteilte, hat der Kreis jetzt die Gebäude der ehemaligen Waffelfabrik Big Drum an der Weinbergstraße angemietet.

Zunächst sei geplant, nur das Bürogebäude als Wohngemeinschaft für 20 Personen zu nutzen. Mit einer Belegung könne in zwei bis vier Wochen gerechnet werden. Die ehemalige Produktionshalle, etwa 1400 qm groß, sei vermutlich vorsorglich gemietet worden, meinte Börner, um eine Belegung der Sporthalle zu vermeiden.

Zurzeit leben 20 Flüchtlinge in Gudensberg. Geprüft wird nunmehr auch, inwieweit das ev. Gemeindezentrum in der Fritzlarer Straße als Unterkunft genutzt werden könnte. Die Immobilien hat die Stadt bereits gekauft, der Kirchenvorstand will sie nun zum 15. Januar abgeben, früher als geplant. Im Gemeindezentrum werde am Silvesterabend der letzte Gottesdienst gefeiert, sagte Pfarrer Gunnar Hartmann. Da die ev. Stadtkirche wegen der Sanierung erst ab Ostern wieder geöffnet werde, wolle man bis dahin auch die katholische Kirche nutzen.

Bürgermeister Börner hofft, dass in den Gebäuden Flüchtlinge einquartiert werden können. Ein Problem seien die Original Chattengauer, die dort proben. „Dafür müssen wir noch eine Lösung finden“, sagte er. (ula/bra)

 

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Quelle: HNA

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