„Nacht der Gießereiberufe“ bei Fritz Winter

Flüssigem Metall eine Form geben

Vorsicht, sehr heiß: Die Schüler durften in der Gießerei Fritz Winter Metall gießen. Foto: Böttcher/nh

Stadtallendorf. Über 60 Jugendliche aus acht Schulen kamen zur Nacht der Gießereiberufe in die Eisengießerei Fritz Winter nach Stadtallendorf. Dabei erhielten die Schüler einen Einblick in die Berufswelt einer Gießerei,

In kleinen Gruppen versammelten sich die Schüler an großen Tischen in der Ausbildungswerkstatt. Dort galt es, verschiedene Aufgaben zu erledigen. Eine bestand darin, ein Werkstück nach einer Zeichnung zusammenzubauen. An einem anderen Tisch goss Lara-Lee Kunzweiler Kunststoff unter Anleitung des angehenden Modellbauers Lukas Kräling in eine Form. Er absolviert sein drittes Lehrjahr zum technischen Modellbauer und erklärte, warum auch Teile aus Kunststoff gegossen werden: „Wir gießen mit Kunststoff Teile von Prototypen oder für Reparaturen.“

An einer Station wurde die Handformerei geübt, wozu viel Geschick gehört. An einer weiteren Station versuchten sie, mit Schutzkleidung flüssiges Metall in Formen zu gießen.

Es gab aber auch Stationen, an denen Geschick gefragt war oder an denen der Spaß im Vordergrund standen, zum Beispiel: Mit dem Gewicht, das an dem Hallenkran hing, sollten die Schüler einen Dosenstapel umwerfen.

Ziel der Veranstaltung war, Berufe und Anforderungen in einer Gießerei zu erleben. Die Veranstaltung ist eine Ergänzung zum jährlichen Tag der Ausbildung. „Bei der Nacht der Gießereiberufe ist es der Firmenleitung wichtig, dass die jungen Menschen Kontakt mit den Auszubildenden der Firma haben“, erklärte Personalleiter Andreas Fiedler. Die Ausbildungsberufe des Gießereimechanikers und des Modellbauers möchte das Unternehmen bekannter machen und bei Schülern das Interesse wecken.

Engagierte Mitarbeiter

„Wir müssen die Schüler ins Unternehmen holen, damit sie sehen können, wie das Eisengießen funktioniert“, sagt Fiedler. Er hob hervor, dass die Auszubildenden und Mitarbeiter mit Herzblut bei der „Nacht der Gießereiberufe“ dabei seien. Gekommen waren nach Angaben Fiedlers Schüler aus dem Ostkreis, Ebsdorfergrund und Homberg/ Ohm. Überrascht war man in der Firma über die vielen Eltern, die erstmals ab 18 Uhr zu einer kleinen Werksführung starteten. (red)

Quelle: HNA

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