Flugbetrieb des Heeres soll von Stadtallendorf aus organisiert werden

Experten: In Stadtallendorf entsteht die Division Schnelle Kräfte – ein Verband aus Fallschirmjägern, Kommandosoldaten und Kampfhubschraubern. Er fusioniert Luftlandetruppe und Heeresflieger – auch die aus Fritzlar. Unser Foto zeigt eine Szene aus der Übung Schneller Adler in Sachsen-Anhalt. Foto: 1 Wieber/ 1Grede

Stadtallendorf/Schwalm-Eder. Große Veränderungen zeichnen sich bei der Division Spezielle Operationen (DSO) in Stadtallendorf ab. Zum Jahresbeginn wird der Großverband eine neue Struktur haben und sich damit Division Schnelle Kräfte (DSK) nennen.

Mit einem Unterstellungswechsel am 17. Dezember in Fritzlar werden auch die Heeresfliegerregimenter aus Fritzlar, Faßberg und Niederstetten zu Hessens einziger Division zählen.

Damit ist die DSK mit dem Kampfhubschrauber Tiger und dem Transporthubschrauber NH 90 auch Träger der gesamten Luftbeweglichkeit im deutschen Heer. Das ist für uns ein großer Sprung nach vorn“, erklärte Brigadegeneral Reinhard Zudrop, stellvertretender Kommandeur der Division Spezielle Operationen bei der Vorstellung der neuen Struktur

Mit der neuen Division wird Stadtallendorf aus Sicht des Kommandeurs zu einem der wichtigsten Truppenstandorte in Deutschland. Mit Jahresbeginn ist die insgesamt rund 9000 Soldaten starke Division, deren Truppenteile über ganz Deutschland verteilt sind, voll verantwortlich für den gesamten Flugbetrieb des Heeres.

Die größte Veränderung am Standort Stadtallendorf ist die mit der Umgliederung einhergehende Auflösung des in der Herrenwaldkaserne stationierten Luftlandefernmeldebataillons. Von dem Bataillon wird nur noch ein Kontingent in der Stärke einer Kompanie übrigbleiben, das die fernmeldetechnischen Aufgaben in der neuen Division Schnelle Kräfte wahrnehmen wird. Insgesamt wird die Anzahl der am Standort Stadtallendorf eingesetzten Soldaten von derzeit 1200 auf rund 900 absinken - trotz einer neuen Versorgungskompanie.

Bis Ende Juni 2014 soll laut Brigadegeneral Zudrop die Umgliederung organisatorisch abgeschlossen sein. Am 12. Juni wird sich dann der neue Großverband mit einem Appell der Öffentlichkeit präsentieren.

Von Alfons Wieber

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Quelle: HNA

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