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Coronavirus: Maskenpflicht in Flugzeugen beendet – Lufthansa ist „froh“

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Von: Tanja Koch

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Ab Oktober müssen Flugzeugpassagiere keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Nun hat sich die am Flughafen Frankfurt ansässige Lufthansa dazu geäußert.

Frankfurt – Mit dem neuen Coronavirus-Infektionsschutzgesetz, das ab Oktober in Kraft tritt, ist es nicht mehr nötig, an Bord von Passagierflugzeugen eine Maske zu tragen. Die am Flughafen Frankfurt ansässige Lufthansa zeigte sich erleichtert über die Pläne der Bundesregierung, die Corona-Maskenpflicht in Flugzeugen ab Herbst entfallen zu lassen.

Konzernchef Carsten Spohr sprach in Frankfurt von einer guten Nachricht und sagte: „Glauben sie mir, wie froh nicht nur ich bin. Wie froh sind unsere Mitarbeiter, die nicht mehr Maskenpolizei spielen müssen. Und wie froh sind täglich knapp 300.000 Fluggäste, die nirgendwo sonst mehr eine Maske tragen mussten, weil es jede andere Airline ignoriert hat.“

Flughafen Frankfurt: „Hätten Gäste zwingen müssen, die Maske 14 Stunden lang zu tragen“

Der Luftverkehrskonzern aus Frankfurt hatte sich gemeinsam mit der Branche insbesondere gegen die geplante Verschärfung gewendet, dass an Bord von Passagierflugzeugen ausschließlich FFP2-Masken getragen werden sollten. Es sei beispielsweise nicht erlaubt, diese Masken zwölf Stunden lang im Arbeitsumfeld zu tragen, sagte Spohr. „Aber wir hätten Gäste zwingen müssen, sie bis zu 14 Stunden nach Buenos Aires zu tragen.“

Nach der Aufhebung der verpflichtenden Maskenpflicht auf Flügen in der EU, halten 15 Länder, darunter auch Deutschland, vorerst an den bisherigen Regeln fest. (Symbolfoto)
Bald müssen in Passagierflugzeugen keine Masken mehr getragen werden. (Symbolfoto) © Andreas Arnold/dpa

Neues Coronavirus-Infektionsschutzgesetz: Änderungen bei der Maskenpflicht in Arztpraxen

Am Montag (5. September) war bekannt geworden, dass auf Druck der FDP die Maskenpflicht im Flugzeug noch aus dem Infektionsschutzgesetz gestrichen werden soll, obwohl sie in Fernzügen bundesweit weiter gilt und auch im Nahverkehr von den Ländern verhängt werden kann. In Fernzügen gilt demnach weiterhin die Maskenpflicht für alle ab 14 Jahren. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren hingegen ist nur eine OP-Maske nötig.

Zugleich soll bundesweit festgelegt werden, dass außer in Kliniken und Pflegeheimen auch in Arztpraxen die Maskenpflicht verschärft wird und nur noch FFP2-Masken zugelassen sind. (tk mit dpa)

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