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Flughafen Frankfurt: Polizei wirft Regierungschef aus Lufthansa-Maschine

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Von: Delia Friess

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Am Flughafen Frankfurt kommt es zu einem Zwischenfall mit dem albanischen Regierungschef. Er wird einer Lufthansa-Maschine verwiesen.

Frankfurt am Main - FFP-2-Masken und OP-Masken reduzieren nachweislich das Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus*. Seit Beginn der Pandemie hat die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa mit ihrem Knotenpunkt am Flughafen Frankfurt* deshalb in ihren Flugzeugen die Pflicht zum Tragen einer Maske eingeführt.

Mitten in der vierten Coronawelle im Dezember 2021 kam es wohl zu einem Eklat am Flughafen Frankfurt* in einer Maschine der Lufthansa* mit einem prominenten Passagier. Das deutete Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin Der Spiegel an, jedoch ohne konkrete Namen zu nennen.

Flughafen Frankfurt: Eklat in Lufthansa-Maschine - Regierungschef wird von Bundespolizei eskortiert

Nun berichtet das Magazin, dass es sich wohl um Albaniens Regierungschef Edi Rama gehandelt habe. Demnach wollte Rama in einem Kranich-Jet der Lufthansa vom Flughafen Frankfurt nach Detroit in die USA fliegen. Ein Flugbegleiter habe den Regierungschef höflich zum Tragen der Maske aufgefordert. Als dieser sich aber dann noch weigerte, statt einer Stoffmaske eine medizinische Maske zu tragen, wurde der Kapitän der Lufthansa-Maschine zu Hilfe gerufen. Trotzdem ließ sich Rama wohl nicht zum Tragen einer FFP-2- oder OP-Maske bewegen.

Am Flughafen Frankfurt soll sich der albanische Regierunschef in einer Lufthansa-Maschine geweigert haben, eine medizinische Maske zu tragen. (Symbolbild)
Am Flughafen Frankfurt soll sich der albanische Regierunschef in einer Lufthansa-Maschine geweigert haben, eine medizinische Maske zu tragen. (Symbolbild) © Fabian Strauch / dpa

Dies führte schließlich dazu, dass die Bundespolizei gerufen wurde und Rama noch am Flughafen Frankfurt aus der Lufthansa-Maschine raus eskortiert wurde. Demnach sei Rama nur durch gutes Zureden einer Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes, die zum Flughafen Frankfurt gerufen wurde, zum Tragen einer medizinischen Maske überredet worden. Die Delegation sei im Anschluss auf eine andere Maschine in die USA umgebucht worden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr stellte sich im Spiegel-Interview Anfang April hinter die Lufthansa-Crew: Es gebe keine Vorzugsbehandlung. Ein Bußgeld musste der albanische Regierungschef dem Bericht des Spiegels zufolge aber nicht zahlen.

Eklat am Flughafen Frankfurt: Albanischer Regierungschef wird aus Lufthansa-Maschine geworfen

Seine sozialistische Partei schlug während der Pandemie eigentlich einen strengen Kurs ein. Rama warnte Bürger teilweise in Massen-SMS vor dem Virus. Viele Albaner hatten zu Recht auch aufgrund des schlechten und unterfinanzierten Gesundheitssystems Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Seiner Regierung wird bereits seit Jahren Korruption vorgeworfen. Deshalb hatten Angeordnete der Oppositionspartei auch 2019 ihr Mandat niedergelegt.

Am Flughafen Frankfurt soll sich der albanische Regierunschef in einer Lufthansa-Maschine geweigert haben, eine medizinische Maske zu tragen. (Symbolbild)
Am Flughafen Frankfurt soll sich der albanische Regierunschef in einer Lufthansa-Maschine geweigert haben, eine medizinische Maske zu tragen. (Symbolbild) © Michael Kappeler / dpa

Schon zuvor verwies die Lufthansa Passagiere aus ihren Maschinen, die sich weigerten, die Maskenpflicht zu befolgen*. Schon im Mai könnten allerdings nach Ansicht von Lufthansa-Chef Carsten Spohr die Abstandsregeln und Maskenpflicht in Lufthansa-Maschinen fallen. Einige Fluggesellschaften ließen bereits einige Corona-Beschränkungen fallen. Experten empfehlen allerdings eine Beibehaltung der Maske in Innenräumen.

Der Lufthansa-Chef erwartet bereits im Sommer eine Sitzkapazität von 90 Prozent. Seit Beginn der Pandemie galt der Flughafen Frankfurt als Ort, über den sich das Coronavirus auf ganz Deutschland ausbreiten kann*. Experten weisen noch immer darauf hin, dass das Risiko für die Entstehung neuer Varianten noch nicht gebannt ist. (df) * fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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