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Naumburg mit allen Stadtteilen ins Förderprogramm aufgenommen

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Von: Norbert Müller

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Der Schatz der Kernstadt: In Naumburg gibt es im Bereich der Altstadt trotz erheblicher Abrisssünden in den vergangenen Jahrzehnten noch immer beeindruckende historische Fachwerkhäuser.
Der Schatz der Kernstadt: In Naumburg gibt es im Bereich der Altstadt trotz erheblicher Abrisssünden in den vergangenen Jahrzehnten noch immer beeindruckende historische Fachwerkhäuser. © Norbert Müller

Jeder Naumburger Stadtteil ist in der Vergangenheit bereits einmal in den Genuss von Fördergeld aus der Dorferneuerung gekommen. Nun wird die Kommune als Ganze ins hessische Förderprogramm zur Dorfentwicklung aufgenommen.

Naumburg - Gemeinsam mit neun weiteren Städten und Gemeinden erhielt Naumburg den Zuschlag, nachdem sich die Stadt im März dieses Jahres um die Aufnahme in das Programm beworben hatte.

Laut Bürgermeister Stefan Hable richtet sich das Förderprogramm ganz bewusst an Gesamtkommunen im ländlichen Raum und hat zum Ziel, die einzelnen Ortsteile mit ihrem besonderen Charakter und der historischen Bausubstanz als lebendigen attraktiven Lebensraum zu erhalten und dabei an die modernen Anforderungen anzupassen.

Ländlich geprägt: Auch Naumburgs kleinster Stadtteil Altendorf kommt mit ins Förderprogramm.
Ländlich geprägt: Auch Naumburgs kleinster Stadtteil Altendorf kommt mit ins Förderprogramm. © Norbert Müller

Die Folgen des demografischen und strukturellen Wandels wie eine älter werdende Bevölkerung, Leerstand im Ortskern oder die schwindende Grundversorgung vor Ort stehen dabei thematisch im Mittelpunkt, so der Verwaltungschef weiter.

Dabei gehe es auch darum, dass Energieeffizienz gesteigert und der Flächenverbrauch verringert werden, heißt es vonseiten des zuständigen Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Vielzahl von Fördermöglichkeiten

Durch das Programm stünden bis 2029 eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für die Kommune, aber gerade auch für private Projektträger zur Verfügung, so Bürgermeister Hable weiter. Nach dessen Einschätzung sind die Fördermöglichkeiten „großzügig und nicht mehr so eng gefasst“, wie das bei früheren Programmen der Fall gewesen sei. Mitte Juli werde er zur Übergabe der Anerkennungsbescheide fahren.

Licht und Schatten: Bei manchem alten Haus – hier am Roten Rain – könnte nachgebessert werden.
Licht und Schatten: Bei manchem alten Haus – hier am Roten Rain – könnte nachgebessert werden. © Norbert Müller

Danach werde es in den kommenden Jahren ganz gezielt darum gehen, die Altortslagen aufzuwerten oder, wie es Hable formuliert, „zeitgemäße Standards reinzubringen“. Da gelte es, die Gebäude heutigen Bedürfnissen anzupassen und dafür zu sorgen, dass es – im Fall der Kernstadt – wieder „attraktiv ist, in der Altstadt zu wohnen.

Entwicklungsbeirat für Gesamtstrategie

Ein derartiges Projekt will sorgfältig vorbereitet werden. Er gehe davon aus, so der Naumburger Verwaltungschef, dass man einen gemeinsamen Entwicklungsbeirat bilden wird, in dem Vertreter aller Stadtteile zusammenarbeiten und nach einer Analyse der Ausgangslage ein Konzept mit einer Gesamtstrategie erstellen werden.

Man werde sich sicher auch wieder einen Partner suchen, ein Planungsbüro „das uns professionell unterstützen wird“. Das habe sich bei den Dorferneuerungsprojekten in der Vergangenheit bereits bewährt. Norbert Müller

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