Vorteile für Bewohner

Förderverein spendet  behindertengerechte Küche für Malsfelder Werkstätten

Freuen sich über die neue Küche: Mit einem Knopf am Rollstuhl kann auch Christoph Kalkofe den Mixer bedienen. Werkstätten-Mitarbeiterin Anita Wagner, die das Rührgerät hält, ist froh, dass es endlich eine behindertengerechte Küche gibt. 

Malsfeld. Eine Spende in Höhe 7400 Euro des Fördervereins für behinderte Menschen der Waberner und Malsfelder Werkstätten machte die Anschaffung der behindertengerechten Küche möglich.

Die Spende übergab der Vorsitzende des Fördervereins, Herbert Oschmann, jetzt symbolisch an Burkhard Finke von der Baunataler Diakonie, die die Werkstätten betreibt. Die Bewohner der Malsfelder Werkstätten werden in diesem Jahr wohl mindestens doppelt so viele Weihnachtsplätzchen backen wie im vorigen Jahr. Denn die Werkstätten haben jetzt eine neue Küche. Das Wichtigste: Sie ist behindertengerecht.

Die Küche bietet den behinderten Bewohnern viele Vorteile. Beispielsweise sind die Arbeitsplatten niedriger als in gewöhnlichen Küchen.

Der Geschirrspüler ist erhöht, sodass man sich zum Aus- oder Einräumen nicht mehr bücken muss und die Herdplatte ist mobil, sodass sie in einer verschließbaren Schublade verstaut werden kann.

Zudem sind die Arbeitsplatten unterfahrbahr. „So können auch die Bewohner, die im Rollstuhl sitzen, an allen Arbeiten in der Küche teilnehmen“, sagt Werkstätten-Mitarbeiterin Anita Wagner. „Für uns ist die Küche ein echter Gewinn.“

Zur Sicherheit der Bewohner gibt es jetzt außerdem zahlreiche verschließbare Schränke. Bewohner Christoph Kalkofe, der im Rollstuhl sitzt und seine Arme nicht bewegen kann, ist in der neuen Küche sogar in der Lage, die Sahne für den Kuchen zu schlagen. Mit seinem Kopf betätigt er einen Knopf, der mit dem Rührgerät verbunden ist, und kann es damit an- beziehungsweise ausschalten. „Alle können aktiv mitarbeiten, das ist so schön“, schwärmt Anita Wagner. 

Der Staat und auch der Landeswohlfahrtverband (LWV) übernehmen viele Leistungen für Menschen mit Behinderungen, sagte Oschmann. „Aber es gibt Lücken. Und diese Lücken wollen wir mit unseren Spenden füllen.“ 60 Mitglieder habe der Verein, seit der Gründung im Jahr 2001 sammelten die Mitglieder Spenden für die Werkstätten in Wabern und Malsfeld von etwa 70 000 Euro. 

Hintergrund:  1400 Menschen in den Werkstätten

Die Werkstätten in Malsfeld und Wabern werden von der Baunataler Diakonie Kassel (bdks) betrieben. Die bdks ist ein kirchlich-diakonisches Unternehmen und gliedert sich in die Geschäftsbereiche Wohnen, Arbeiten und Suchthilfe. 

Die bdks bietet Menschen mit geistiger, seelischer oder mehrfacher Behinderung in acht Städten und Gemeinden Arbeitsplätze in Werkstätten. 1400 Menschen sind dort beschäftigt. Wohneinrichtungen betreibt die bdks in Kassel, dem Landkreis und dem Schwalm-Eder-Kreis. Bei der Suchthilfe betreut die bdks insbesondere Menschen, die an Alkoholsucht leiden. 

Quelle: HNA

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