Förderverein Weidelsburg will den Brunnen der Ritter sanieren

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Viel Arbeit: Fördervereinsvorsitzender Heinrich Bachmann begutachtet die Reste des Tränkeborns. Aus dieser Quelle schöpften die Burgbewohner ihr Frischwasser.

Ippinghausen. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Weidelsburg sind abgeschlossen, der rührige Förderverein zum Erhalt der Burg setzt sich aber weiter Ziele und arbeitet diese Projekte Stück für Stück ab.

Das neueste Vorhaben: die Runderneuerung des Tränkeborns, des Brunnens, aus dem die Burgbewohner einst ihr Frischwasser schöpften.

Am Fuße des Burgbergs gelegen ist die Wasserstelle stark verschlammt, die Quelle schüttet noch, wenn auch vermutlich nicht mehr so üppig wie noch zu den Zeiten des Raubritters Reinhard von Dalwigk.

„Mindestens ein halber Meter Schlamm muss da raus“, sagt Fördervereinsvorsitzender Heinrich Bachmann. Auch den Ablauf des Tränkeborns wollen die Aktiven des Vereins freilegen. Und schließlich gilt es, die Basalteinfassung zu überarbeiten. Gut 3000 Euro wird das Ganze nach ersten Schätzungen kosten.

„Mir persönlich liegt am Herzen, dass wir hier einen Wanderweg bekommen“, sagt Bachmann. Der Weg sollte vom Parkplatz kommend an der Wasserstelle vorbei zum Katzenloch, dem im vergangenen Jahr vom Verein freigelegten Basaltbruch, führen. Von dort könnten Wanderer dann über den Zickzack-Weg hoch zur Burg laufen und dann über den Hauptweg wieder zum Parkplatz zurückkehren. Insgesamt wäre das eine Strecke von zwei Kilometern, neu angelegt werden müsste allerdings nur ein gut 200 Meter langes Stück vom Parkplatz zum Tränkeborn.

Weitere Vorhaben des Fördervereins in diesem Jahr sind laut Heinrich Bachmann die Produktion eines neuen Info-Blattes über die Burg und der Einbau von einbruchsicheren Fensterläden am Info-Zentrum. Gesamtkosten: rund 5000 Euro.

Auch der heutige Burgherr, Hessen-Forst, will in diesem Jahr in die Burg investieren. Nachdem man seit 2008 rund 900 000 Euro in die Sanierung der Anlage gesteckt hat, wird es in diesem Jahr vom Investitionsvolumen weitaus überschaubarer zugehen. Laut Forstamtsrat Jochen Dittmar, der im Wolfhager Forstamt für die Weidelsburg zuständig ist, geht man in diesem Jahr von Kosten bis zu 20 000 Euro aus. Priorität habe dabei die Erneuerung des Treppenaufgangs vorbei am Info-Zentrum zum begehbaren Ostturm.

Die weiteren Sanierungsschritte will man im April bei einer Ortsbegehung mit dem für die Sanierung zuständigen Ingenieur festlegen.

Quelle: HNA

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