Fördervereine der Freibäder in Bad Emstal schockiert von drohender Schließung

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Bei Kindern und Jugendlichen beliebt: Das Freibad in Sand. Der Gemeindevorstand schlägt seine Schließung vor. Die Fördervereine beider Bäder in Sand/Merxhausen und Balhorn wollen das nicht hinnehmen.

Bad Emstal. Schockiert sind die Fördervereine der Freibäder Sand/Merxhausen und Balhorn angesichts der Sparvorschläge des Gemeindevorstands Bad Emstal zum Etat 2013.

Darin wird die Schließung des Freibades Sand/Merxhausen im kommenden Jahr geplant und die Übertragung des Freibades Balhorn an den dortigen Förderverein ab dem Jahr 2014 anvisiert.

Diese Entscheidungen hätten bei den Mitgliedern für Entsetzen gesorgt, sagt Carola Göhlich, stellvertretende Chefin des Fördervereins Freibad Sand/Merxhausen. „Wir hatten gehofft, dass man vor solchen Maßnahmen noch einmal die Gespräche mit der Bürgerschaft und den Vereinen sucht, um gemeinsam Lösungen zu finden“, ergänzt Markus Becker, Vorsitzender des Fördervereins Waldschwimmbad Balhorn.

Beide Fördervereine sind der Ansicht, dass man über Zwischenlösungen hätte sprechen können. So sei die Höchstgrenze an Zuschüssen, die von den Bädern nicht überschritten werden darf, diskutabel gewesen. Die alternativlose Schließung werde als falscher Schritt betrachtet. Sie sei ein Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen.

Die Freibäder seien im Sommer für das soziale Leben der Bad Emstaler Bürger - gerade für die Kinder und Jugendlichen - wichtig. Ihre Aufgabe sei nicht nachvollziehbar.

13.000 Gäste hätten in dieser Saison die Bäder besucht, 9000 Besucher habe es allein im Freibad Sand gegeben, sagt Carola Göhlich. Zu bedenken sei auch, dass es sich bei den Gästen überwiegend um Bürgern der Gemeinde handele. Allein daran werde die hohe Bedeutung der Bäder deutlich. Becker: „Immerhin haben wir in Bad Emstal sonst nicht viele Angebote, die von Kindern, Jugendlichen, Jung und Alt zu erschwinglichen Preisen genutzt werden können.“

Die Fördervereine betrachten ihre Arbeit als wichtigen Beitrag zum sozialen Leben in Bad Emstal. Viele seien nicht in der Lage, weitere Fahrten in die Bäder der Nachbargemeinden auf sich zu nehmen. Göhlich: „Wir möchten keine neue Investitionen. Wir verlangen nicht, dass die Zuschüsse erhöht werden. Unser Ziel ist es weiterhin, diese zu reduzieren.“ Die Freibäder kosteten die Gemeinde derzeit etwa 120 000 Euro im Jahr. Das seien über 50.000 Euro weniger als im Jahr 2008, als die Vereine ihre Arbeit aufgenommen hatten. Und es bestehe noch Potenzial.

Die Fördervereine setzen auf Unterstützung der Bad Emstaler, von denen sie hoffen, dass sie sich an die Gemeindegremien und ans Rathaus wenden. Die Vereine wollen Unterschriften gegen die Schließung sammeln. (ant)

Kontakt: 05624-921792 (Freibad Sand/Merxhausen), 05625-925545 (Waldschwimmbad Balhorn).

Quelle: HNA

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