Bernhard von Strenge hat ein Buch über die Jagd in Schwalm und Knüll geschrieben

Förster auf Spurensuche

Ein Förster auf der Fakten-Pirsch: Bernhard von Strenge aus Nausis mit seinem neuen Buch. Foto: Heist

Nausis. „Jagen in Schwalm und Knüll – Historisches aus dem Herzen Hessens“ lautet der Titel des im Mai erschienenen Buches von Bernhard von Strenge (76) aus Nausis. Mit der Schilderung von Erlebnissen auf Pirsch und Ansitz hat von Strenges Jagdliteratur aber nichts gemein.

Der pensionierte Forstbeamte hat die Geschichte der Jagd in den Regionen Schwalm und Knüll aufgearbeitet und ihre Bedeutung für die Landbevölkerung von den ersten steinzeitlichen Funden bis heute festgehalten. Das Buch wendet sich an alle, die Interesse an Jagd, Geschichte oder Heimatkunde haben.

Acht Jahre lang hat von Strenge Material für sein Buch zusammengetragen. Dabei kam dem ehemaligen Leiter der Forstämter Schönstein im Kellerwald und Neukirchen im Knüll seine langjährige Berufserfahrung zugute. Ein großer Teil der Quellen basiert auf Material, das er während seiner Dienstzeit gesammelt hat. Auch bei seiner Arbeit für das Neukirchener Heimatmuseum sei er auf Wissenswertes gestoßen, erzählt von Strenge.

Viele Quellen verschwunden

Er sei verärgert darüber gewesen, dass im Zuge des Wandels in den Fachverwaltungen alte Forstamtsakten verschwunden seien. Auch habe er beim Blättern durch Ortschroniken festgestellt, dass Jagd und Forst kaum Berücksichtigung fänden. „Ein paar Sachen möchte ich doch für die Nachwelt festhalten“, erklärt von Strenge seine Motivation zum Buch.

Entstanden ist eine umfassende, reich bebilderte, historische Aufarbeitung von Fakten und regionalen Überlieferungen, die den Stellenwert der Jagd sowohl für die ländliche Bevölkerung als auch für Künstler und Kunsthandwerker verdeutlicht.

Auf 242 Seiten entfaltet von Strenge einen geschichtlichen Überblick über alle Bereiche der Jagd in der Region. Die Jagd der Landes- und Grundherren, die Verpachtung des Jagdrechtes, Jagdgeräte und -einrichtungen sowie Jagdunfälle und Wilderei finden ebenso Beachtung wie Jagdhunde, Wildhege und die Bestandsänderungen an Wild. Ein Kapitel widmet sich der Geschichte des Kreisjagdvereins Hubertus Ziegenhain.

Im Anhang finden sich Gedichte, Kinderreime, Bauernregeln, Inschriften, Geschichten und Zeitungsausschnitte.

Jagdmotive zieren das Buch

Viele Fotos und Abbildungen von Jagdszenen, Tieren und alten Dokumenten ergänzen die Sammlung.

„Ich wollte alles, was ich gefunden habe, mit einbringen. Das Buch erhebt aber nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.“ Bei der Gestaltung des Buches wurde von Strenge von seiner Frau unterstützt.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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