Folgen des Sturms werden die Forstämter noch lange beschäftigen

Wanderer werden dringend davor gewarnt, den Wald zu betreten

Schwalm-Eder. Der Sturm Friedericke hat sich gelegt. Jetzt rücken die Forstleute aus, um die Schäden in den Wäldern zu begutachten. Im Schwalm-Eder-Kreis besonders betroffen sind die Wälder des Forstamtes Melsungen.

„Bei uns im Wald liegen 100 000 bis 150 000 Festmeter Holz“, schätzt Jan Stetter, Chef des Melsunger Forstamtes. Umgerechnet sei dies die Menge Holz, das sonst in ein bis zwei Jahren eingeschlagen wird. Das kann sich noch ändern, denn „wir sind mit der Aufnahme der Schäden noch nicht fertig.“ Einige Waldabteilungen seien noch nicht zugänglich. Weniger Schäden richtige das Sturmtief im Bereich des Forstamtes Neukirchen an. Dort rechnet der stellvertretende Amtsleier Florian Peter Koch damit, dass die Forstwirte 70 000 Festmeter Holz aufarbeiten müssen. Etwas besser davongekommen ist der Wald im Forstamt Jesberg. Karl-Gerhard Nassauer schätzt, dass 50 000 bis 55 000 Festmeter Holz aufgearbeitet werden müssen.

Vom Wind besonders betroffen sind in allen Forstämtern Nadelhölzer, allen voran Fichten. Nach Darstellung Nassauers liegt es daran, dass die Fichten als Flachwurzler auf den wasserdurchtränkten Böden bei den Windgeschwindigkeiten nur wenig Stadtfestigkeit haben. Dazu kommt, dass sie bei Winterstürmen durch ihr Nadelkleid eine große Angriffsfläche bieten. Laubbäume seien deshalb weniger betroffen. Sie seien im Wesentlichen von umstürzenden Bäumen geschädigt oder mitgerissen worden.

Während die Forstleute dabei sind, die Waldwege freizuschneiden, um in die geschädigten Abteilungen vorzurücken, warnen sie eindringlich davor, bei Waldspaziergängen die Wege zu verlassen oder Absperrbänder zu missachten. „Auch wenn mancher den Wald als Abenteuerspielplatz ansieht, ein solches Verhalten ist unglaublich gefährlich“, sagt Jan Stetter vom Melsunger Forstamt. HINTERGRUND, ZUM TAGE, SEITE 3

Quelle: HNA

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