FWG fordert mehr Klarheit in Finanzpolitik

Homberg. Die Freien Wähler, die in Homberg erstmals mit einer Liste zur Kommunalwahl antreten, fordern mehr Klarheit in der Finanzpolitik.

In einer Stadtverbandssitzung der FWG hatte Ralf Debus, Leiter der Stadtkämmerei, über die Haushaltssituation Hombergs berichtet. Durch die Umstellung auf ein komplexeres Buchhaltungsverfahren (Doppik) sei ein erheblicher Zeitverzug bei der Erstellung von Jahresabschlüssen eingetreten. Der letzte testierte Abschluss liege für 2007 vor. 2008 sei in Arbeit. Das Problem hätten aber nahezu alle Kommunen, deshalb sei dieser unbefriedigende Zustand nichts Ungewöhnliches, erklärte Debus.

Für Kommunalpolitiker, die Verantwortung auch für die Finanzen übernehmen müssten, sei dieser Zustand unhaltbar, erklärte Hartmut Höhle von der FWG. „In der Privatwirtschaft verlangt jede Bank einen aktuellen Buchführungsabschluss, bevor überhaupt über einen Kredit verhandelt werden kann. Bei Kommunen verlagern Banken diese Verantwortung offenkundig auf die Parlamentsvertreter, die im Detail aber gar nicht wissen, worüber sie entscheiden.“ Monika Mangold von der FWG schlug vor, auch für diese wichtige kommunale Aufgabe ehrenamtliche Helfer anzuwerben. (hro)

Quelle: HNA

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