Begabte Schülerin aus Melsungen war beim Erfinderlabor des Zentrums für Chemie

Forschen macht ihr Spaß

Junge Forscherin: Franziska George von der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule arbeitete im Erfinderlabor an der Funktionsweise von Brennstoffzellen. Foto: privat

Melsungen. Die Melsunger Oberstufenschülerin Franziska George ist von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen begeistert und schreckt auch vor schweren Aufgaben nicht zurück. Nun verbrachte sie eine Woche mit anderen begabten Oberstufenschülern aus Hessen im Erfinderlabor des Zentrums für Chemie.

Zum zehnten Mal hatte das Zentrum für Chemie in Bensheim – gemeinsam mit Hessischem Kultusministerium, Hessischem Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Hochschule Rheinmain und Vertretern der Industrie – Jugendliche zum Forschen im Bereich der Umwelttechnologie eingeladen. In diesem Jahr ging es dabei um Wasserstoff- und Brennstoffzellen.

Die 19-Jährige, die die 13. Klasse der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule besucht, war dabei eine von insgesamt 16 Hochbegabten. Aus 140 Bewerbern von 57 hessischen Schulen wurde Franziska für die Projektwoche in Hanau und Rüsselsheim ausgewählt.

Die Melsungerin – mit den Leistungskursen Biologie und Englisch – wurde von ihrer Lehrerin Kerstin Dippel für das Erfinderlabor vorgeschlagen. Dafür reichte eine Kopie des letzten Zeugnisses aus.

Eine Woche lang forschte Franziska in Labors der Hochschule Rheinmain, und lernte die weltweit agierende Firma Umicore – eine der führenden Unternehmen in Sachen Kernkomponenten für Brennstoffzellen – kennen.

Arbeiten im Team

Im Erfinderlabor arbeitete sie in einem Team mit drei anderen Schülern an der Funktionsweise von Brennstoffzellen und der Gewinnung von Wasserstoff. Zusammen mit ihrem Team durfte Franziska an einem brandneuen Gerät der Firma Umicore forschen. Dabei musste sie feststellen: „Forschung dauert länger als man glaubt, aber sie macht einen Riesenspaß.“

Die angehende Abiturientin mag die Herausforderung: „Wenn man bei schwierigen Versuchen – trotz ziemlich vieler Hindernisse – am Ende zu einem Ergebnis kommt, ist das toll.“ Bei einer Gleichung mit Doppelbrüchen über vier Seiten musste die begabte 19-Jährige aber passen. Bei allen anderen Aufgaben ist Franziska aber immer auf ein Ergebnis gekommen.

„Es ist schön, wenn am Ende eines Versuchs die eigenen Thesen bestätigt werden“, sagt die 19-Jährige stolz. „Da weiß man, dass man was geleistet hat.“

Nach ihrem Abitur möchte Franziska – die in ihrer Freizeit gerne Volleyball spielt – am liebsten einen internationalen Studiengang belegen, der ihre Leidenschaft für Sprachen und Naturwissenschaft vereint. Von den Forschungsergebnissen der angehenden Abiturienten beim Erfinderlabor waren bei den Abschlusspräsentationen in Hanau alle beeindruckt. So versicherte die Leiterin des Studienbereichs Physikalische Technik von der Hochschule Rheinmain Birgit Scheppat, dass die Ergebnisse der Schüler selbst für Hochschulen interessant seien.

Auch die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler lobte die Ergebnisse der Nachwuchsforscher: „Angesichts dieses Projekts blicke ich zuversichtlich in die Zukunft Deutschlands.“ (yvk)

Quelle: HNA

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