Forstamt Melsungen setzt 200.000 Laub- und Nadelbäumchen

Melsungen. Die Stürme der vergangenen Jahre sind längst vorbei, doch die Schäden in den Wäldern sind noch immer zu sehen. Auf den kahlen Flächen wird auch in diesem Jahr wieder aufgeforstet.

Dabei setzt das Forstamt Melsungen auf Baumarten, die auch mit den zunehmend wärmeren und trockeneren Sommern besser zurechtkommen und den Stürmen besser trotzen. Bergahorn und Vogelkirsche werden schwerpunktmäßig auf den guten Böden gesetzt. Böden mittlerer Qualität sind die neuen Standorte für Douglasie, Große Küstentanne und Traubeneiche.

Während die beiden Nadelholzarten nach 30 bis 40 Jahren erntereif sind, muss beispielsweise die Traubeneiche mindestens 60 Jahre wachsen, bis die Förster Ende dieses Jahrhunderts das Signal zum Einschlagen geben können.

Sturmfest, stabil, Standort- und Klima angepasst müssen die Bäume sein, denn die veränderten klimatischen Bedingungen und die Stürme haben gezeigt: Was früher gepflanzt wurde, vor allem Fichten, kippt schnell um.

Allerdings entscheidet nicht allein die Baumart über die jahrzehntelange Stabillität, sondern auch die Art, wie die kleinen Bäumchen gepflanzt werden (Artikel unten). Fehler, die der Mensch dabei macht, kann der Baum nicht korrigieren, erklärt Melsungens Forstamtsleiter Christian-Peter Foet.

Knapp vier Wochen haben die Forstwirte des Forstamtes Melsungen Zeit, die Bäumchen in die Erde zu setzen.

Unterstützt werden sie von den Pflanztrupps der vier Baumschulen, von denen das Forstamt den Baumnachwuchs bezieht. Einige wurden in der Staatsdarre bei Hanau gezogen, sagt Foet. Den richtigen Schnitt der Wurzeln haben die Fachleute schon vor der Lieferung vorgenommen, vereinzelt wird noch nachgeschnitten. Die Pflanzer markieren sich die Reihen mit rot-weißen Stäben und machen sich daran, die Setzlinge zügig in den Boden zu bringen.

„Das Wetter ist momentan optimal, weil der Boden feucht ist“, erklärt Foet. Ob es so bleibt, weiß niemand. „Vergangenes Jahr mussten wir gießen“, erinnert sich der Forstamtsleiter. (bmn)

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Quelle: HNA

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