Fragen und Antworten - Genau an geänderte Verkehrsführung halten

Tag der Bundeswehr: A49 bei Fritzlar wird am Samstag zum Parkplatz

Fritzlar. Der Tag der Bundeswehr in der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne ist mit einem enormen logistischen Aufwand verbunden, vor allem, was die Verkehrsführung angeht. 100.000 Besucher werden erwartet, die meisten reisen voraussichtlich mit dem Auto an.

Die Autobahn wird an diesem Tag von 7 bis 21 Uhr auf einer Länge von 25 Kilometer zwischen Gudensberg und Bischhausen voll gesperrt.Dazu und zu weiteren wichtigen Fragen rund um die Veranstaltung geben wir hier Antworten.

Wie funktioniert das Parken auf der Autobahn?

Die meisten Fahrzeuge werden aus Richtung Norden erwartet. Die ersten werden auf der A 49 bis nach Bischhausen und dann wieder in Gegenrichtung bis zur Anschlussstelle Borken geleitet. Ab dort werden sie in Längsrichtung geparkt, so lange, bis der Autobahnabschnitt zurück bis Bischhausen komplett aufgefüllt ist. Danach sollen die Autos auf der Fahrbahn von Borken bis nach Bischhausen platziert werden.

Genauso werden die Abschnitte zwischen Borken und Wabern sowie zwischen Wabern und Gudensberg aufgefüllt. Geparkt wird in Längsrichtung auf dem Standstreifen und der Überholspur. In der Mitte befindet sich die Fahrgasse für Busse und den abfließenden Verkehr.

Wie werden Autofahrer geleitet? 

Schon im weiten Umfeld werden die Verkehrsteilnehmer auf die Veranstaltung hingewiesen. Beispielsweise schon an der Abfahrt Zierenberg der A 44. Dem Leitsystem sollte man unbedingt Folge leisten und sich nicht auf ein Navi verlassen. Im Parkbereich werden die Autofahrer eingewiesen. Dabei helfen die Polizei, aber unter anderem auch ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten.

Wie kommen die Besucher von den Parkplätzen zum Veranstaltungsgelände?

Auf der Autobahn gibt es etwa alle 250 Meter eine Bushaltestelle für den Shuttleservice. Die Bundeswehr setzt insgesamt 120 Busse ein. Die Haltestellen sind gekennzeichnet, damit man seinen Wagen später ohne Probleme wiederfinden kann.

Wie lange dauert die Anfahrt zur Georg-Friedrich-Kaserne?

Die Anfahrt mit den Shuttle-Bussen soll nicht länger als 30 Minuten dauern. Die Busse halten in der Nähe des Haupteingangs der Kaserne.

Wie kommt man zurück zum geparkten Auto?

Die Autobahn ist in Abschnitte aufgeteilt und die Busse, die dorthin fahren, sind entsprechend gekennzeichnet. So sollen die Besucher zielgenau wieder dort abgeliefert werden, wo ihre Fahrzeuge stehen.

Gibt es abgesehen von der Autobahn weitere Parkplätze?

Es gibt weitere Parkplätze an der Stockelache (für Besucher aus dem Raum Marburg) sowie an den Geismarer Wiesen für Besucher, die aus westlicher Richtung kommen.

Welche Straßen werden für den Verkehr gesperrt und wo führen die Umleitungen lang?

Die Zufahrt nach Fritzlar über die B450 wird gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Wega, Wellen und Geismar. Die L3150/B450 zwischen Großenenglis und Fritzlar wird gesperrt.

Umleitung über Großenenglis, Udenborn: Die Zufahrt nach Fritzlar aus Richtung Zennern wird gesperrt. Einbahnstraßen-Ringverkehr: Gießener Straße wird zur Einbahnstraße in Richtung Borken, Erfurter Ring wird zur Einbahnstraße in Richtung Werkel. Die A 49 zwischen Felsberg und dem Autobahnende Neuental ist in beiden Richtungen gesperrt und dient als Parkplatz.

Rechnet die Bundeswehr in Sachen Verkehrsführung mit einem reibungslosen Ablauf?

Ganz störungsfrei werde man die Besuchermassen nicht lenken können: „Bis zu 95 Prozent der Besucher werden mit dem eigenen Wagen anreisen, das wird nicht ohne Behinderungen gehen“, erklärt Thorsten Rupp vom Marburger Planungsbüro Via Plan.

Was rät die Polizei den Verkehrsteilnehmern?

Die gibt ganz praktische Tipps: „Einkäufe in Fritzlar sollten möglichst schon am Tag vorher erledigt werden“, sagt Pressesprecher Markus Brettschneider. Fahrten in Fritzlar sollte man am Samstag, 13. Juni, möglichst zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen.

Es sei mit einem Rückstau und somit mit Wartezeiten zu rechnen. Die Besucher sollten unbedingt der Beschilderung folgen und erst gar nicht auf die Idee kommen, Parkplätze auf eigene Faust zu suchen. Die Polizei werde dies kontrollieren.

Gibt es Sicherheitskontrollen für Besucher?

Ja, es gibt Sicherheitskontrollen am Haupteingang.

Wie werden Besucher über das Programm des Tages informiert?

Die Gäste erhalten beim Eintritt einen Flyer mit dem Programm und einem Plan der Veranstaltungsorte.

Was gibt es denn im Außenbereich zu sehen?

Höhepunkt sind ganz sicher die Flugvorführungen mit dem Kampfhubschrauber Tiger und anderen Hubschraubern sowie das Absetzen von Freifall-Fallschirmspringern.

Auf dem Außengelände können sich Besucher Vorführungen mit Diensthunden, militärischen Nahkampf, einen Feldgottesdienst der Militärseelsorge, ein Feldpostamt, historische und aktuelle Gefechtsfahrzeuge der Bundeswehr sowie Hubschrauber der Bundeswehr als auch verbündeter Streitkräfte anschauen. Ein weiterer wesentlicher Themenbereich ist die Ausstellung „60 Jahre Bundeswehr und 25 Jahre Armee der Einheit“.

Was erwartet die Besucher in den Hallen auf dem Bundeswehrgelände?

In den Hallen werden die Themenbereiche „Zusammenarbeit mit Industrie und Luftfahrzeugindustrie“, „Verankerung in der Öffentlichkeit“, „Dienstleister für die Bundeswehr“ sowie „Arbeitgeber Bundeswehr“ mit zahlreichen Ausstellern, den umliegenden Städten und Gemeinden sowie Firmen präsentiert.

Auf der Showbühne in Halle 5 werden Gesprächsrunden stattfinden, hier werden Spitzensportler der Bundeswehr interviewt, das Heeresmusikkorps Kassel sowie Spielmannszüge aus dem Umland spielen auf.

Wie groß ist das Einzugsgebiet, aus dem die Bundeswehr mit Besuchern rechnet?

100.000 Besucher aus einem Gebiet von rund 250 Kilometer Luftlinie rund um Fritzlar werden am Samstag, 13. Juni, erwartet. Nicht dazugehören wird übrigens die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Sie werde wohl zum Bundeswehrtag in Hannover sein.

Und woher werden die meisten Gäste an diesem Tag kommen?

Die meisten Gäste (etwa 40 Prozent) erwarte man aus dem Norden und dem Ruhrgebiet. „Sie reisen über die A 44 an“, so Rupp. Je weitere 20 Prozent kämen aus südöstlicher und südlicher Richtung und somit über die A7 beziehungsweise über Marburg, die B 3 und die A 49. Und etwa zehn Prozent erwarte man aus der Edersee-Region und dem Frankenberger Land (B 253).

Was bedeutet die Sperrung für die Innenstadt?

„Wir werden den Verkehr entknoten und für großräumige Umleitungen sorgen“, betonte Oberst Andreas Brendel. Wichtig sei, dass die Innenstadt so weit wie möglich von dem Verkehr befreit werde. „Die Rettungswege müssen frei bleiben“, sagten Rupp und Bürgermeister Hartmut Spogat. Vor allem für die Fritzlarer Einwohner stelle der Tag auch eine Belastung dar.

Hintergrund:

Anfahrt aus allen Himmelsrichtungen

• Anfahrtsmöglichkeiten aus Richtung Kassel (drei Verbindungen pro Stunde). Zwei Mal stündlich mit den Zügen der Linien RT9, RE30 und R39 - alle zwei Stunden direkt, sonst Anschluss in Wabern - stündlich direkt mit Bus 500.

• Aus Richtung Bad Wildungen: zwei Mal stündlich direkt mit Bus 500 oder R39.

• Aus Richtung Wabern: alle 15 Minuten ein Zug der Linie R39 oder Bus der Linien 500 und 450. Fast alle Züge aus Bad Wildungen und Wabern beginnen und enden am 13. Juni schon in Fritzlar. Fahrgäste zwischen Bad Wildungen und Wabern müssen in Fritzlar umsteigen.

• Aus Richtung Gudensberg: Stündlich direkt mit Bus 500

• Aus Richtung Felsberg: Mit den Zügen RT9 und R39 oder mit Bus 400

• Aus Richtung Melsungen und Spangenberg: Mit Bus 400

• Aus Richtung Homberg: Mit Bus 450

• Aus Richtung Knüllwald-Remsfeld: alle zwei Stunden Direktverbindungen mit Bus 450

• Aus Richtung Spangenberg und Hessisch Lichtenau: morgens und abends Direktverbindungen mit Bus 400. Tagsüber Verbindungen über Melsungen bzw. Kassel.

• Aus Richtung Schwalmstadt und Borken: Mit RT9 oder RE30 nach Wabern, dort Anschluss auf R39.

• Aus Richtung Knüllwald-Schellbach und Remsfeld: alle zwei Stunden Direktverbindungen mit Bus 450 Alle Verbindungen unter www.nvv.de zu finden.

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Quelle: HNA

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