Haftstrafe

Mann überfällt Bank um Grab seines Vaters zu finanzieren

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Mann überfällt Bank um Grab seines Vaters zu finanzieren

Um das Grab seines Vaters zu finanzieren hat ein Mann eine Bank überfallen - nach mehr als zwölf Jahren stand er nun dafür vor Gericht.

Frankfurt - Das Landgericht Frankfurt verurteilte den 34-Jährigen am Mittwoch zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Der Angeklagte hatte im Februar 2007 eine Sparkassenfiliale mit einer Spielzeugpistole in Frankfurt-Oberrad überfallen. Er erbeutete 10.000 Euro.

Davon bezahlte er nach eigenen Angaben das Grabmal seines kurz zuvor an den Spätfolgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl verstorbenen Vaters in seiner ukrainischen Heimat. Den Rest gab er für sich aus. Weil er nach Einschätzung des Gerichts "mit der Tat einfach nicht abschließen konnte", stellte er sich im vergangenen Jahr den Justizbehörden in Polen und wurde nach Deutschland ausgeliefert.

Frankfurt: Umfassendes Geständnis vor Gericht

Vor Gericht legte er ein umfassendes Geständnis ab. In seiner Heimat habe er mittlerweile eine Familie mit zwei Kindern gegründet. Gleichwohl erhoffe er sich nach der Verbüßung der Haftstrafe seinen Frieden. Strafverschärfend fiel ins Gewicht, dass die beiden Bankangestellten noch lange nach dem Überfall erhebliche psychische Schwierigkeiten hatten. Eine Mitarbeiterin musste sogar den Beruf wechseln. Ob das Urteil rechtkräftig wird, stand zunächst nicht fest.

dpa

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