Jaguar aus den 1920er-Jahren 

Franz-Jürgen Marx präsentiert edle Oldtimer in einer früheren Werkstatt

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Alte Autos in der runderneuerten Werkstatt: Franz-Jürgen Marx vor seinem Lincoln Club Roadster, im Hintergrund, neben dem Regal mit Pokalen, steht der Jaguar E-Type. Foto: Norbert Müller

Wolfhagen. Edle Oldtimer und Kunst, alte Bücher und Pokale:  Mit einer ausgefallenen Mischung will Franz-Jürgen Marx seinen Beitrag zur Belebung der Wolfhager Innenstadt leisten. Demnächst zeigt er klassische Jaguar- und Ford-Modelle.

Dazu werkelt der Senior-Chef des Autohauses Güde schon seit Monaten im Erdgeschoss des Hauses Schützeberger Straße 11, dem Elternhaus seiner Gattin, dem Ort, an dem die heute von seiner Tochter Franziska geführte Firma ihren Ursprung hatte.

„Es ist ein Refugium, wo ich mich mal zurückziehen kann, aber auch ein Kommunikationszentrum zum Schnuddeln.“

Wo sich in den 50er- und 60er-Jahren die Familie Güde mit einem knappen Dutzend Mitarbeitern auf 120 Quadratmetern Fläche um Reparatur und Service der Kundenfahrzeuge kümmerte, stehen inzwischen wieder zwei Karossen: ein seltener Lincoln Club Roadster aus dem Jahr 1929 und ein schnittiger Jaguar E-Type. Bis zum Johannifest am 17. und 18. Mai sollen auch noch die beiden ältesten Modelle aus Marx’ Sammlung folgen: Das Ford T-Modell Speedster aus dem Jahr 1912 und T-Modell Tourer, Baujahr 1922.

Lange war die frühere Werkstatt eine große Rumpelkammer, ehe der 75-Jährige sich gemeinsam mit seiner Gattin Ursula Gedanken machte, wie die Fläche wieder sinnvoll zu nutzen wäre. Als das Konzept stand, machte sich Franz-Jürgen Marx ans Werk. „Ich habe in den vergangenen neun Monaten hier viele Stunden verbracht und dann fast alles mit eigenen Händen selbst gemacht“, erzählt er. Inzwischen ist der Verwaltungsbereich aus der Wirtschaftswunderzeit wieder als Büro erkennbar, an den Wänden unter anderem der Kfz-Meisterbrief seines Schwiegervaters und auch sein eigener. Erinnerungen an erfolgreich absolvierte Oldtimer-Rallyes stehen auf einer Kommode, dazu jede Menge Literatur zu seinen Oldtimern. An den Wänden hängen aber auch Bilder Wolfhager Künstler, von Halfar und Blau etwa, aber auch Faksimiles aus alten prächtigen Bibeln.

Besucher willkommen

Platz, um an seinen automobilen Schätzen zu arbeiten, hat er hier genug. „Es ist ein Refugium, wo ich mich mal zurückziehen kann, aber auch ein Kommunikationszentrum zum Schnuddeln“, beschreibt Marx die runderneuerten Räumlichkeiten. Wenn das Tor offensteht, versichert er, sind Besucher willkommen.

Erstmals wird er seine „Ausstellung der besonderen Art“ während des Johannifestes (17. und 18. Mai) präsentieren, verbunden mit einem „Garagen-Flohmarkt“.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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