Vitos bietet Gemeinde Erbpacht an

Weg frei fürs Klostermuseum

I. Raschka- Halberstadt

Bad Emstal. Eine gute und dauerhafte Lösung für das Klostermuseum Merxhausen, das der Bad Emstaler Kultur- und Geschichtsverein betreibt, zeichnet sich ab. Die Vitos Kurhessen, Eigentümerin des ehemaligen Gutshofes, in dem das Museum sich befindet, hat der Gemeinde Bad Emstal angeboten, das Gebäude in Erbpacht zu übernehmen oder für einen symbolischen Kaufpreis zu erwerben. Die Betriebs- und Instandhaltungskosten des historischen Gebäudes müsste dann die Gemeinde tragen.

„Der Gutshof ist der ideale Standort für das Klostermuseum.“

irmgard raschka-halberstadt

Der Bad Emstaler Kultur- und Geschichtsverein hatte nach mehreren Umzügen 2007 in der Merxhäuser Gutsscheune ein Domizil für sein Museum, das als einen der inhaltlichen Schwerpunkte die Kloster- und Hospitalsgeschichte hat, gefunden. Allerdings nur befristet, denn nach Ablauf des Pachtvertrages mussten zunächst die künftigen Besitzverhältnisse geklärt werden. Hier steckte der kleine Verein mit seinen 60 Mitgliedern in der finanziellen Klemme, der einen Kauf nicht aus eigener Kraft schaffen kann. Auch die Gemeinde, die den Verein gern unterstützt hätte, musste angesichts leerer Kasse passen (wir berichteten).

Bürgermeister Ralf Pfeiffer und Vitos-Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt blieben aber am Ball, suchten gemeinsam nach einer Lösung, um die Zukunft des Museums zu sichern. Raschka-Halberstadt: „Der Gutshof ist der ideale Standort für das Klostermuseum, da es ja auch einen Großteil der Geschichte des Klosters und der Psychiatrie beherbergt.“ „Mit der jetzt erarbeiteten Lösung können wir nun die weiteren Planungen für das Museum in Angriff nehmen“, erklärte Pfeiffer. Auch stünden unter diesen Umständen hohe Fördermittel für das Museum zur Verfügung, kündigte er an.

Wenn der Vorschlag bald umgesetzt werde, könnten die Gemeinde und Kultur- und Geschichtsverein zur Unterstützung des Vorhabens Fördermittel beim Land beantragen.

Das letzte Wort über Erbpacht oder symbolischen Kaufpreis - und natürlich die zu erwartenden Folgekosten für Betrieb und Unterhalt - haben allerdings die gemeindlichen Gremien. Pfeiffer hofft, dass diese „möglichst bald grünes Licht für die Übernahme geben“. Das Klostermuseum müsse endlich eine gesicherte Bleibe finden.

Das Klostermuseum in Merxhausen habe seit der Eröffnung stetig steigende Besucherzahlen zu verzeichnen, so Kultur- und Geschichtsvereinsvorsitzender Hartwin Neumann. Auch die Zusatzangebote, wie etwa die Erzählcafés, Vorträge und Kunstausstellungen, seien über Erwarten gut besucht, was den Stellenwert des Klostermuseums für die Gemeinde Bad Emstal und die Region unterstreiche.

www.geschichtsverein-

bademstal.de

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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