Dorferneuerung: Gilserberger Ortsteil Heimbach freut sich über Geld vom Land

Weg frei für neue Projekte

Im Frühjahr soll es los gehen: Der Zuschuss vom Land ermöglicht den Heimbachern die Gestaltung des Dorfplatzes. Später soll unter anderem das Dorfgemeinschaftshaus saniert werden. Foto: Rose

Heimbach. Als vierter im Bunde ist der Ortsteil Heimbach nach Moischeid, Sebbeterode und Schönau jetzt ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden. Am Freitag kamen Landrat Frank-Martin Neupärtl, Bürgermeister Lothar Vestweber und viele Heimbacher im Dorfgemeinschaftshaus zusammen, um auf den künftigen Geldsegen anzustoßen.

Andreas Bieber und Stefan Stehl vom Arbeitskreis Dorferneuerung erklärten, was die 86 Dorfbewohner ab dem kommenden Frühjahr bewegen wollen. „Uns ist wichtig, auf jeden Fall die Sicherung des Dorfladens als Versorgungseinrichtung im Ort zu erhalten“, sagte Bieber.

Weiterhin plant der Arbeitskreis, die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche zu verbessern und den Bereich Naherholung und Fremdenverkehr auszubauen. Auch die Wiedernutzung sowie die Sanierung leerstehender historischer Gebäude haben die Dorfbewohner im Blick.

Die Gestaltung des Dorfplatzes ist das erste Projekt, für das es einen Zuschuss in Höhe von 67 274 Euro gibt. Damit finanziert das Land 60 Prozent, die Gemeinde die restlichen 40. Der Platz rund um die Bushaltestelle und vor dem Dorfladen soll Heimbachs Mittelpunkt werden. Die Fläche wird neu gepflastert und mit Pflanzen und Sitzgelegenheiten optisch aufgewertet. Besonderheiten sind ein Zugang zum Dorfbach und ein kleiner Brunnen mit Handpumpe. Für künftige Dorffeste wird ein Schutzdach errichtet. In das Projekt bringen sich die Einwohner mit Eigenleistung ein.

„Heimbach ist spitze“, freute sich auch Landrat Neupärtl. „Ich habe noch nie einen Bewillingungsbescheid überbracht, wo wie hier 20 Prozenz der Einwohner anwesend waren.“ Lob gab es aber auch für den Bürgermeister: „Dass Heimbach doch noch ins Programm aufgenommen wurde, habt ihr eurem käpferischen Bürgermeister zu verdanken.“

Doch noch sind in Heimbach nicht alle Schäfchen im Trockenen. „Wichtig ist, dass das Dorfgemeinschaftshaus als eines der künftigen Projekte angegangen wird“, stellte Vestweber klar.

Das Haus würde nicht nur von vielen Vereinen genutzt, sondern sei auch durch Geburtstags- und Trauerfeiern und Jugendlichen des Dorfes gut besucht.

60  000 Euro seien von Seiten der Dorferneuerung für die Sanierung veranschlagt. „Das wird nicht reichen. Ich rechne mit Kosten von 80 000 bis 100 000 Euro“, sagte Lothar Vestweber.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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