Stadt zahlt hohe Zuschüsse

Freibad in Niederelsungen  droht die Schließung

Wolfhagen. Das Freibad in Niederelsungen steht auf der Kippe. Mit den Bemühungen der Stadt Wolfhagen, bei den Ausgaben im Haushalt 2018 zu sparen, ist unter anderem die defizitäre Freizeiteinrichtung aus dem Jahr 1927 in den Fokus gerückt.

Das bestätigte jetzt Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos). Er rechnet für Januar, spätestens Februar, mit einer abschließenden Empfehlung des Magistrats ans Parlament, dem dann die Entscheidung obliegt.

Noch sei die Schließung des Bades nur eine Option. Allerdings sprechen die Zahlen eine klare Sprache. Pro Badegast subventioniert die Kommune jede Eintrittskarte in Niederelsungen mit 15 Euro. In Wolfhagen sind es 7,34 Euro. Die Einstellung des Betriebes in Niederelsungen würde den Etat um jährlich 75 000 Euro entlasten, sagt Schaake.

Der Magistrat habe in der Frage noch nicht das letzte Wort gesprochen. Gestern Abend befasste sich der Haupt- und Finanzausschuss mit dem Thema. Mit Blick auf Einsparpotenziale sei geprüft worden, inwieweit Wolfhagens Bäder von den Fördervereinen übernommen werden können. Orientierungshilfe verspricht man sich dabei von entsprechenden Modellen in Ehringen, Landau und Mengeringhausen. Aufgrund seiner Größe erscheint eine Übernahme des Erlebnisbades in Wolfhagen für den Verein jedoch als nicht realistisch, so Schaake.

In Niederelsungen werden unterdessen die Einwohner mobilisiert, sagte Ortsvorsteher Norbert Schmidt. So läuft eine Umfrage, in der die Haltung der Bürger zum Bad erfragt wird. Es deute sich eine große Akzeptanz ab, so Schmidt, der für den Erhalt des Bades kämpfen wolle. Man müsse schauen, wie man die Kosten reduzieren könne. Zudem schlägt er vor, im Haushalt an anderer Stelle Ausgaben zurückzustellen. Mit Blick auf die Debatte sagte er: „Ich sehe das positiv.“ 

Quelle: HNA

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