Magistrat schlägt Verkauf zur Finanzierung der Badsanierung vor

Freibad statt Sportplatz

Sanierung: Derzeit wird die alte Farbschicht des Heimarshäuser Bades entfernt. Foto: nh

Heimarshausen. Mit Hochdruck wird zurzeit ein Teil des Beckens im Freibad Heimarshausen saniert. Eine Betonsanierungsfirma aus Kassel entfernt dabei mit einem Höchstdruckwasserstrahl mit bis zu 2500 bar die alten Farbanstriche.

Saniert werden der Fußboden im Bereich des Nichtschwimmerbeckens und die Treppe, die in das Becken führt. Danach werden kleinere Reparaturen an dem Betonbecken ausgeführt und eine neue dauerhafte Farbschicht aufgebracht.

Umfassende Sanierung zu teuer

Die notwendige Instandsetzung des Freibades Heimarshausen, so Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable, werde seit längerer Zeit diskutiert. Eine Sanierung, nach der das Bad auf dem neusten Stand der Technik wäre, sei aufgrund der dafür geschätzten Kosten von rund 500 000 Euro nicht zu realisieren. Hierüber herrsche auch bei den Stadtverordneten Einigkeit.

Der Magistrat habe nach Möglichkeiten gesucht, das Freibad in einem betriebsfähigen Zustand zu erhalten. Hierfür seien Kosten in Höhe von 70 000 Euro ermittelt worden. Neben der Betonsanierung in allen Becken, die mit 45 000 Euro veranschlagt worden sei, stehe die Neueindeckung der stark angegriffenen Dachfläche des Gebäudes an. Kosten: rund 25 000 Euro.

Für die Ausführung aller notwendigen Sanierungsmaßnahme, so Hable, stünden noch keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Der Magistrat schlage den Stadtverordneten für deren Juni-Sitzung daher vor, das nötige Geld bereit zu stellen. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt sei zur teilweisen Finanzierung vorgesehen, den Sportplatz in Heimarshausen zu veräußern.

Der Verkauf sei allerdings mit Auflagen verbunden, die unter anderem eine weitere Nutzung eines Teils des Sportplatzes als Bolzplatz vorsehen. Der Ortsbeirat Heimarshausen habe hierzu seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt.

„Der Vorschlag des Magistrats sichert mittelfristig den Erhalt einer zentralen und gut genutzten öffentlichen Einrichtung in Heimarshausen“, so Bürgermeister Hable. Hierfür den seit fast zehn Jahren nur noch sehr gering genutzten Sportplatz in die Finanzierung einzubringen, sei angesichts der Haushaltslage gerechtfertigt.

Wünsche und Anregungen

Hable: „Alle Wünsche und Anregungen des Ortsbeirats zur weiteren Nutzung des ehemaligen Sportplatzes werden in den Kaufvertrag aufgenommen. Die Nutzungsmöglichkeiten des ehemaligen Sportplatzes wird sogar erweitert, da der Käufer das Sportlerheim saniert und den Heimarshäuser Vereinen für Veranstaltungen zur Verfügung stellt.“

Sofern die Stadtverordneten zustimmen, sei die Sanierung des Daches nach Abschluss der Saison 2012 geplant. Die Beckensanierung soll dann in den beiden folgenden Jahren fortgesetzt werden. (nom)

Quelle: HNA

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