Sperrvermerk zur Dorferneuerung wurde wieder aufgehoben

Freie Bahn für den neuen Spielplatz

Streitpunkt: Das Parlament gab Geld für einen neuen Spielplatz in Schorbach frei, hob damit einen Sperrvermerk auf. Archivfoto: Rose 

Ottrau. Die nächste Runde in der Dorferneuerung Schorbach ist eingeläutet – und im Ergebnis standen die Zeichen auf Verständigung: In ihrer Sitzung am Mittwochabend hoben die Ottrauer Gemeindevertreter einen Sperrvermerk in Höhe von 65 000 Euro auf.

Basis für diesen Beschluss bildete die jüngste Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung, in der sich die Beteiligten auf die Eckpunkte der Spielplatzsanierung in Schorbach verständigt hatten (wir berichteten).

Hintergrund: Mit der Verabschiedung des Haushalts durch die stimmenmäßig überlegenen SPD- und UWG-Fraktionen war auch ein Sperrvermerk über den Posten Spielplatzerneuerung wirksam geworden. Das wiederum war kritisch von CDU, FWG und dem Arbeitskreis Dorferneuerung gesehen worden und gipfelte im Rücktritt des Vorsitzenden des Arbeitskreises Jörg Weber und dem seines Stellvertreters Jürgen Kurz.

Unter dem Tenor Einklang in der Sache stand am Mittwochabend die Abstimmung: Zwölf der Gemeindevertreter stimmten dem Aufheben des Sperrvermerks zu, ein SPD-Mann sagte Nein. Die dem Beschluss vorausgegangene Debatte offenbarte allerdings durchaus manifestierte Standpunkte der Kontrahenten.

Den Vorwurf, man könne schon den Eindruck gewinnen, dass Investitionen außerhalb der Kerngemeinde Ottraus schwerer fallen, richtete FWG-Chef Horst Bierwirth in Richtung UWG und SPD. Auch das Stichwort „Verhinderungstaktik“ warf er in die Runde.

Dem widersprach Heiner Stumpf (UWG). Es sollte nicht demotiviert werden, inhaltlich werde an dem Projekt nicht gespart. Auch Reinhard Becker (SPD) betonte, dass es nicht um Verhinderungstaktik gegangen sei: „Wir müssen sehen, was vernünftig ist.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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