Seit gestern: Offizielle Freigabe der Ortsdurchfahrt Ascherode

Freie Fahrt dank Kaffee

Ascherode. In Ascherode wohnen richtig nette Leute. Das wurde gestern wieder betont: bei der Einweihung der Ortsdurchfahrt Ascherode. Der Landrat, der Bürgermeister, die Vertreterin des Amts für Straßen- und Verkehrswesen – alle waren sich einig. Denn die Ascheröder haben trotz jahrelangem Baulärm und Dreck die Bauarbeiter mit Kaffee, belegten Broten, Bratwürstchen, ja sogar mit warmem Mittagessen versorgt.

Das bestätigt auch Ortsvorsteher Heinrich Best: „Wenn der Bauführer seine Leute fragte, wer in Ascherode arbeiten will, haben alle die Hände gehoben.“ Und Anwohner Andreas Klinar ergänzt, dass man sich für die Verpflegung schon fast anmelden musste: „Wenn man die Arbeiter gefragt hat, ob sie heute zum Kaffee kommen wollen, haben sie gesagt, dass sie nicht können, weil sie nebenan schon eine Einladung haben.“

Landrat Frank-Martin Neupärtl dankte den Anwohnern: „16 Monate lang haben Sie einen langen Atem bewiesen.“ Und nun ist die Straße wieder ohne Löcher, sie ist schmaler und hat eine Fußgängerampel, zwei behindertengerechte Bushaltestellen und einen Fahrbahnteiler als Querungshilfe. Bürgermeister Wilhelm Kröll freute sich besonders über die LED-Beleuchtung der Straßenlampen – sie ist die erste im Gebiet der Stadt Schwalmstadt.

Es gab aber auch Kritik: an den Verkehrsteilnehmern, die kein Verständnis für die Bauarbeiten aufbrachten. „Ein Problem waren die Auswärtigen, die statt der Umleitung durchs Feld und über Nebenstraßen gefahren sind“, sagte Anwohner Klinar. Er hofft, dass es trotz neuer Straße weiterhin Geschwindigkeitskontrollen geben wird. Denn auch auf der nun schmaler gewordenen Ortsdurchfahrt werde gerast.

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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