Probephase: Ab jetzt können die Gilserberg immer dienstags den Bürgerbus nutzen

Freie Fahrt im Hochland

Am Walkmühlenzentrum: Die erste Fahrt des Gilserberger Bürgerbusses führte nach Treysa. Hans-Georg Trümner ist einer von sieben Fahrern. Annemarie Matthei (links) und Rosa Eigenseer nahmen das neue Angebot der Hochlandgemeinde gern an. Foto: Schittelkopp

Gilserberg. Vier Passagiere und ein Fahrer machten sich gestern auf zur ersten Tour des Gilserberger Bürgerbusses. In einer Probephase, die sechs Monate dauern soll, stellt die Gemeinde den Bewohnern des Kernorts und der Ortsteile den Bus zur Verfügung. Mit ihm sollen alle, die nicht mobil, wichtige Erledigungen machen können.

Sieben freiwillige Fahrer haben sich bereits gemeldet. Die erste Tour übernahm Hans-Georg Trümner. „Ich habe mich aus Lust bereit erklärt“, sagte der 67-Jährige, auch sei es ihm wichtig, sich für die Gemeinde und seine Bewohner zu engagieren. Um 9 Uhr holte Trümner die Menschen, die sich für den Tag angemeldet hatten, in den verschiedenen Dörfern im Hochland ab. Alle vier Fahrgäste wollten nach Treysa fahren.

Annemarie Matthei und Rosa Eigenseer hatten einen Termin in einer orthopädischen Schuhwerkstatt. Dieses Angebot gebe es im Hochland nicht. „Wir sind sehr froh, dass es den Bus jetzt gibt“, sagte Rosa Eigenseer. Vorher musste sie immer ihre Kinder fragen, ob die sie mal fahren können. „Doch die haben nur wenig Zeit“, sagte die Gilserbergerin.

Für mehr Mobilität

Der Bürgerbus soll helfen, die Bewohner des Hochlandes mobiler zu machen, so die Idee. Dazu zählen vor allem Fahrten zu Ärzten, ins Krankenhaus und von den Ortsteilen ins Rathaus. Als Fahrzeug wird in der Anfangsphase der Jugendbus genutzt. Immer dienstags ist der Bus im Einsatz. Die Fahrer wechseln sich wöchentlich ab.

Wer mitfahren möchte, meldet sich bis Montagmittag bei der Gemeinde. Und: die Fahrt ist für die Gilserberger kostenfrei. Später könnte ein Verein sich um den Bürgerbus kümmern, sollte das Angebot gut angenommen werden. „Ohne die ehrenamtliche Fahrer könnten wir das nicht auf die Beine stellen“, sagte Bürgermeister Rainer Barth. Gedacht ist, dass der Bus 15 Kilometer weit im Umkreis fährt. „Doch wer in die Ziegenhainer Klinik oder nach Marburg muss, den fahren wir auch“, sagte Hans-Georg Trümner. Er hatte am Montag eine Liste der Fahrgäste in der Gemeinde geholt und seine Tour organisiert. Er wartete in Treysa, bis alle von ihren Terminen zurückkehrten und trat dann die Rückfahrt an.

„Ich werde versuchen, meine Arzttermine nun immer auf Dienstagvormittag zu legen“, sagte abschließend Annemarie Matthei. Sie selbst hat keinen Führerschein und die Busanabingung reiche im Hochland nicht aus.

• Informationen und Anmeldung bei der Gemeindeverwaltung Gilserberg unter Tel. 06696/961 916.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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