FWG fordert Melsunger Gesamtschule zu Wechsel im Gymnasialzweig auf

Freie Wähler wollen G 9 zurück

Sind sich einig: FWG-Kreistagsfraktionsmitglied Lothar Kothe sowie Stefan Witzel und Gerhard Ludolph (FWG Melsungen) vor der Gesamtschule. Foto: privat

Melsungen. Die Kreistagsfraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) sieht die Melsunger Gesamtschule mit ihrem G8-Zweig auf einem falschen Weg und fordert sie zur Rückkehr zu G 9 auf. Sie sei die einzige G8-Gesamtschule im Landkreis.

In weniger als einem Jahrzehnt könnten sich an der GSM die Schülerzahlen halbieren, das könne „heftige Konsequenzen für den Schulstandort und das Mittelzentrum Melsungen“ bedeuten. Der 2009 begonnene Melsunger Irrweg, so die FWG, müsse beendet werden.

Willi Werner, Fraktionsvorsitzender der FWG-Kreistagsfraktion: „Seit diesem Zeitpunkt sind die Schülerzahlen zurückgegangen, an den Verbundschulen sieht das anders aus.” Die Verbundschulen seien entweder längst zu G9 zurückgekehrt oder wollen, wie Guxhagen, wieder integrierte Gesamtschule werden. Die Koalitionsfraktionen von FWG und SPD hätten 2009 einen Antrag im Kreistag eingebracht, der auch G9 in Melsungen wieder erlauben sollte.

Laut Pressemitteilung der FWG gehen 22 Melsunger Schüler pro Jahrgang inzwischen nach Spangenberg, einige nach Oberurff, wenige an klassische Gymnasien. Lothar Kothe (FWG), stellvertretender Kreistagsvorsitzender, beklagt, dass eine Reihe von Malsfelder Schülern, statt zur Melsunger nun zur Spangenberger Schule fahren. Die Nachfrage steige.

Am Erfolg der Schulen, die G9 anbieten, könne man erkennen, was in Melsungen falsch läuft, stellt Werner fest. Die Kreistagsfraktion glaubt, dass Eltern ihre Kinder nicht wegen, sondern trotz G8 an die Melsunger Gesamtschule geben. Die sinkenden Schülerzahlen hätten Auswirkungen auf die Lehrerzuweisung, denn pro nicht vorhandener Klasse gingen 1,3 Lehrerstellen verloren. (bmn)

Quelle: HNA

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