Treysaer Büro Unger plant

Platz für 30 Häuser: Freies Karree darf jetzt bebaut werden

Auf der Metze: In dem bestehenden Wohngebiet kann Immobilienmakler Eberhard Unger ein noch freies Areal vermarkten.

Schwalmstadt. „Auf der Metze“ in Treysa können auf 2,8 Hektar über 30 neue Häuser entstehen. Das Stadtparlament stimmte bei vier Neinstimmen und zwei Enthaltungen für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes. Ein ortsansässiges Immobilienbüro will dort einsteigen.

Über den Tagesordnungspunkt wurde länger debattiert. Johannes Biskamp (Bündnis 90/Grüne) hinterfragte, warum in der Beschlussvorlage der Name des Unternehmers nicht genannt wurde. Es handele sich um Eberhard Unger. Der Schwalmstädter Makler verfolgte die Stadtparlamentssitzung auf der Empore.

Biskamp bezweifelte, dass die Ausweisung von neuen Bauplätzen noch sinnvoll sei, das Augenmerk sei heute auf die Ortskerne zu richten, auch gebe es reichlich Baulücken in Schwalmstadt. Rentierlich seien die Kosten nur für den Investor, meint Biskamp, der für einen bindenden Vertrag mit dem Unternehmen plädierte.

Dr. Constantin Schmitt (FDP) wollte wissen, ob es einen freien Wettbewerb um das Baugebiet gab. Grundsätzlich sollte unternehmerische Freiheit herrschen.

Bürgermeister Dr. Gerald Näser nannte das rundherum umbaute Areal eine sinnvolle Ergänzung. Derzeit werde in Schwalmstadt ein Baulückenkataster erstellt, doch es sei auch wichtig, dass attraktiver Neubaugrund bereitgestellt wird, um Abwanderungen Bauwilliger zu verhindern. In der Vergangenheit hätten im größeren Stil Schwalmstädter zum Beispiel in Willingshausen und Gilserberg gebaut, wo ihnen die Konditionen mehr zusagten.

Für die CDU betonte Philipp Zmyj-Köbel, dass das Gebiet als umbautes Land unbedingt geeignet sei. Es sei parallel möglich, Grundstücke im Innen- wie im Außenbereich anzubieten.

In der Abstimmung votierten Grüne und die Linke mit Nein, die Freien Wähler enthielten sich, die breite Mehrheit von 27 Stadtverordneten stimmte mit Ja.

Das im Süden von Treysa, nicht weit von der Wasenberger Landstraße gelegene Gebiet „Auf der Metze II“, ist begrenzt von der Ernst-Hohmeyer-, der Stephan- und der Klemmestraße. In dem Wohngebiet sollen Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut werden. Die Kosten der Bauleitplanung trägt der Investor, die innere Erschließung erfolgt privat. Foto: N. Thöne

Quelle: HNA

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