Freigabe des Erdgasnetzes in Breuna, Restarbeiten folgen

Erdgasnetz für die Gemeinde Breuna: Das Bild zeigt die Verlegung der Rohre im Bereich zwischen Sauerbrunnen und Alsberg in der Gemarkung der Kommune an der A 44. Fotos: Ulbrich/Privat/nh

Breuna. Fast ein wenig historischen Charakter hatte der Moment, als Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann mit EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller eine Fackel entzündet hatte.

Beide gaben damit den Startschuss für die Freigabe des Erdgasnetzes für die Gemeinde an der A 44. Begonnen hatten die Planungen für die Versorgung mit Erdgas als Alternative zu Öl und Holz bereits in der Amtszeit von Vorgänger August Hartmann - also vor über 25 Jahren, sagte Henkelmann. Die Umsetzung hingegen nach Austritt aus dem Abwasserverband, Neuvergabe der Konzession an die Energie Waldeck-Frankenberg und Beginn der Tiefbau-Arbeiten im März dieses Jahres, seien sehr schnell gegangen, sagte der Rathauschef.

Auch EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller zeigte sich überaus zufrieden mit dem Baufortschritt. Bisher habe man etwa 8,5 Kilometer Erdgasrohre verlegt, bis Ende des Jahres sollen es 9,4 Kilometer sein - wenn das Wetter mitspielt. Damit wurden bisher 45 Hausanschlüsse fertiggestellt, weitere 20 könnten noch in diesem Jahr folgen. Unabhängig von der Witterung werden die Arbeiten jedoch vor Weihnachten unterbrochen und erst im Jahr 2015 fortgesetzt. Bis zur Unterbrechung sollen auch keine offenen Baugruben mehr vorhanden sein und im Idealfall alle Oberflächen versiegelt, sagte Bauleiter Thomas Deuerling.

Lob für die Anlieger

Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Baufirmen, aber insbesondere mit den Bürgern, habe hervorragend geklappt: „Die Anlieger haben die Einschränkungen durch die Bauarbeiten tapfer ertragen und viel Verständnis gezeigt“, lobte Deuerling die Breunaer für ihr Verständnis.

Als Beispiel nannte der Bauleiter auch die Tatsache, dass sich ein Anwohner sogar schriftlich mit einem Brief für die sehr gute Ausführung der Arbeiten vor und auf seinem Grundstück bedankt habe. Insgesamt investiert der Anbieter EWF 1,84 Millionen Euro in die Erdgasversorgung der Gemeinde Breuna. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Versorgung bis zum Gewerbegebiet Hiddeser Feld sicher gestellt sein.

Hintergrund:

Bei den Arbeiten, die im Bereich der Stadt Volkmarsen begannen und ihren Abschluss in Breuna finden, wurden bis dato laut Bauleiter Thomas Deuerling für die circa 8,5 Kilometer lange Trasse 350 Rohre verwendet, die durch 500 Schweißstellen miteinander verbunden sind.

Je nach Beschaffenheit des Untergrundes wurden sowohl Rohre aus PE (Durchmesser 50 Zentimeter) als auch Stahl (22 Zentimeter) genutzt, mit einem Einzelgewicht von bis zu 500 Kilogramm. Insgesamt wiegen die bislang verbauten Rohre 160 Tonnen.

Dabei kam an verschiedenen Stellen, wie etwa am Bahnübergang in Volkmarsen, auch ein spezielles Spülbohrverfahren zum Einsatz. (uli)

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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