Burgsitzschüler renovieren Skater-Rampen und üben mit Akrobatik-Könnern

Freiraum auf Brett und Rad

Flott auf dem Brett: Matthias Weiland (links) und Jan Marthiensen vom Kasseler Skateboardverein Mr. Wilson demonstrierten den Spangenberger Schülern die Kunst des Skatens. Foto:  M. Berger

Spangenberg. Sport ist Mord, sagen manche. Nicht so die Schüler der Burgsitzschule. Die stehen auf sportliche Betätigung, ganz besonders auf die hippen Sportarten wie Skaten oder BMX-Rad fahren.

Mit diesen beiden Disziplinen beschäftigten sich die Jungen und Mädchen dieser Tage ganz besonders intensiv. Das Projekt „Clipmountain alive“ (englisch: clip = Spange; mountain = Berg) soll den Jugendlichen mehr und bessere Freizeitmöglichkeiten im Stadtkern eröffnen. In diesem Zusammenhang soll die Liebenbachstadt eine mobile Skateanlage bekommen.

Skaten als Stadtbelebung

„Das Jugendzentrum ist hier im Gewerbegebiet zu finden, die Jugendlichen fühlen sich abgeschoben“, sagte Maria Richarz vom Organisatorenteam der Kooperation zwischen der Spangenberger Burgsitzschule, Stadtjugendpflege, der Awo Nordhessen und dem Planungsbüro Coopolis aus Berlin. Es gehe dabei auch um die Belebung der Innenstadt.

Zu einer Auftaktveranstaltung am Dienstag an der Burgsitzschule hatten sich die Veranstalter Unterstützung von echten Könnern geholt. So waren Matthias Weiland und Jan Marthiensen vom Kasseler Skateboardverein Mr. Wilson sowie auch Tobias Wicke und Max Tuchtenhagen aus Berlin gekommen, um mit den Schülern die vorhandenen Skateboardrampen zu reparieren. „Die gehören der Stadt seit sieben oder acht Jahren, werden aber schon lang nicht mehr genutzt“, sagte Armin Schütz von der Jugendpflege.

Erste Versuche

Ganz nebenbei brachten die Profis den Mädchen und Jungen die ersten Übungen auf Skateboard und BMX-Rad bei. „Ich fahre sehr viel Fahrrad, jetzt will ich BMX ausprobieren“, sagte Julian Wiens, der die 6. Klasse der Burgsitzschule besucht. Für den Elfjährigen ist die Aktion genau das Richtige gewesen.

Das bestätigte BMX-Profi Tobias Wicke. Der 28-jährige Berliner ist in der Szene eine Berühmtheit: „Man muss schon früh anfangen und viel trainieren. Ich selbst habe mit zwölf begonnen.“

Und diese Begeisterung gibt Wicke zusammen mit seinen Kollegen weiter. Damit die renovierten Rampen auch von den jungen Spangenbergern genutzt werden können.

Quelle: HNA

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