Positive Bilanz im Schwalm-Eder-Kreis: Freiwilligendienst schließt Zivi-Lücke

Schwalm-Eder. Der Bundesfreiwilligendienst hat im Schwalm-Eder-Kreis die Lücke schließen können, die mit dem Ende des Zivildienstes entstanden ist. Seit einem Jahr gibt es den Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Im Landkreis sind nach Auskunft des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln aktuell zwölf Männer und ebenso viele Frauen im Einsatz. Bundesweit sind es derzeit 30.000 und die Nachfrage sei groß.

Anders als beim Zivildienst können auch Frauen und über 27-Jährige den BFD absolvieren. Meist dauere der Dienst ein Jahr, sagt Antje Mäder, Sprecherin des Bundesamtes. Im gesamten Jahr 2010 arbeiteten 45 Zivildienstleistende im Landkreis. Das entspreche etwa den 24 Stellen beim BFD, sagt Mäder. Die Zivis waren nur sechs Monate beschäftigt.

Bufdis werden die Bundesfreiwilligendienstleistenden genannt. Deren Anerkennung wurde den Stellenanbietern möglichst einfach gemacht: „Jede Zivistelle wurde in eine BFD-Stelle umgewandelt“, sagt Mäder. So gebe es in Deutschland über 100.000. Vom Bund gebe es aber nur Zuschüsse für 35.000 Einsatzstellen, dies entspreche etwa den zuletzt tätigen 70.000 Zivildienstleistenden. Die Dienste seien aber nicht vergleichbar, sagt Mäder. Auch wenn der überwiegende Teil der Bufdis, wie damals die Zivis, im Pflege- und Betreuungsbereich tätig sei. Der BFD ist auch älteren Menschen zugänglich und bietet beispielsweise Aufgabengebiete im Sport, der Kulturarbeit und der Denkmalpflege.

Ein positives Fazit des ersten Jahren BFD zieht Agnija Matheis. Die 31-Jährige leitet die Dienststelle des Malteser Hilfsdienstes Nordhessen mit Sitz in Fritzlar. Dort arbeiten derzeit sieben Bufdis. Die Motivation der Freiwilligen sei höher und wegen einer längeren Einarbeitungszeit könnten verantwortungsvollere Aufgaben übergeben werden, sagt sie.

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Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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