Fremde Heimat: Trutzhain in der ARD

+
Webermeister Helmut Egelkraut von der Weberei Rudolf Egelkraut in Trutzhain - die einzige Weberei in Hessen.

Schwalmstadt-Trutzhain. Auf die bevorstehende Ausstrahlung einer zweiteiligen ARD-Dokumentation weist Wolfgang Scholz hin. Der Trutzhainer berichtete, dass in den insgesamt 90 Filmminuten auch Aufnahmen aus seinem Heimatort zu sehen sind.

Im Sommer 2010 habe ein Kamerateam mit Regisseur Henning Burk mehre Tage in Trutzhain gefilmt und dabei auch das Jubiläum der 60. Quinauer Wallfahrt aufgenommen. Drehorte waren neben der Wallfahrtskirche Maria Hilf die Weberei Egelkraut und die Kunstblumenfabrik Lumpe sowie die Wallfahrtskirche in Quinau (Tschechien).

Hintergrund: Aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager STALAG IX A Ziegenhain war 1948 die Flüchtlingssiedlung Trutzhain geworden, 1951 wurde sie die jüngste Gemeinde Hessens.

 Trutzhain ist heute auch als Wallfahrtsort anerkannt. Die ARD teilt mit, der Zweiteiler „Fremde Heimat“ räume auf mit der einseitigen, verklärenden Sichtweise von der großen Erfolgsgeschichte der Integration. Es gehe in der Dokumentation um den langen Weg, bis sich der Großteil der Vertriebenen wirklich heimisch fühlen konnte. Millionen Menschen seien als „heimatlose Habenichtse“ im Nachkriegsdeutschland zunächst alles andere als willkommen gewesen.

 „Das Autorenduo Erika Fehse und Henning Burk rückt mit seinem Zweiteiler ein bis heute schiefes Geschichtsbild gerade.“ Laut Wolfgang Scholz ist der größere Teil der Trutzhainer Sequenzen in Teil zwei zu sehen. (aqu)

• „Fremde Heimat – Die Geschichte der Vertriebenen nach 1945, 14. und 21. März (montags), jeweils 21 Uhr, ARD

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare