Elisabeth (79) und Helmut (81) Schwalm aus Görzhain feiern heute das Fest der Diamantenen Hochzeit

In Freud und Leid beisammen

Gaben sich vor 60 Jahren das Jawort: Elisabeth und Helmut Schwalm kennen sich aus Kindertagen. 1951 heirateten sie in der Görzhainer Kirche. Foto: Rose

Görzhain. Helmut und Elisabeth Schwalm kennen sich schon ihr ganzes Leben lang. Beide kommen gebürtig aus Görzhain – einer aus dem Unter- und der andere aus dem Oberdorf –, sind dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Vor 60 Jahren haben die Schwalms auch in Görzhain geheiratet. Heute feiert das Paar Diamantene Hochzeit.

Nach der großen Hochzeit zog das junge Paar ins elterliche Haus des Bräutigams. Helmut Schwalms Vater war bereits 1948 verstorben, so dass nur noch die Mutter die wachsende Familie unterstützen konnte. Eine Tochter kam zur Welt, zwei Jungs folgten.

Helmut Schwalm lernte in den Kriegsjahren den Beruf des Schlossers, doch bald machte er den Führerschein und fuhr Lastwagen. Bis 1957 sicherte die Arbeit das Einkommen. Dann wechselte Schwalm zwei Jahre zur Bahn. Von 1961 an arbeitete der Görzhainer bei der Straßenmeisterei in Neukirchen, zog für mehrere Jahre mit der Familie in eine Dienstwohnung im Knüllstädtchen.

Anfang der 70er-Jahre ging es zurück ins Einfamilienhaus nach Görzhain. Auch Elisabeth Schwalm ging arbeiten. Als Näherin war sie zunächst bei Bücking in Alsfeld, dann bei der Elastic in Neukirchen tätig. Schließlich fand sie eine Stelle bei der Firma Freudenberg. „Meine Schwiegermutter hat mich sehr unterstützt und häufig die Kinder betreut“, erzählt die 78-Jährige. Anfangs war auch rund ums Haus nach langen Arbeitstagen noch einiges zu tun. Schwalms hielten Hühner und Ziegen und betrieben ein wenig Landwirtschaft.

Gemeinsame Hobbys des Paares waren das Singen und das Wandern. Helmut Schwalm war mehr als 60 Jahre aktiv im Gesangverein, auch den Kirchenchor stärkten beide mit ihren Stimmen um die 30 Jahre lang. Dem Wanderverein fühlten sich die Görzhainer ebenfalls verbunden. Gern schnürten Schwalms mit Wanderfreunden die Stiefel und erkundeten die Umgebung. Heute ist es beiden gesundheitlich nicht mehr möglich, weitere Wege zu gehen.

Trotzdem sind beide glücklich, 60 Jahre einen gemeinsamen Weg gefunden zu haben: „Wir haben Freud und Leid zusammen getragen“, sagen Schwalms.

Freuen können sich die Jubilare an sieben Enkelkindern und drei Urenkeln. Gemeinsam mit Freunden und Verwandten, etwa 60 Gästen, wollen sie die Diamantene Hochzeit am nächsten Samstag feiern. Das Fest haben sie zugunsten des Enkels, der an diesem Wochenende heiratet, verschoben. Dann wird das Paar bei einem Gottesdienst, bei gutem Essen und netten Gesprächen 60 Jahre Revue passieren lassen.

Quelle: HNA

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